V'25 Gäste
Auch in 2025 freute sich die Viennale über eine große Anzahl an sowohl internationalen als auch nationalen Gästen.
Besondere Aufmerksamkeit haben natürlich die großen Namen auf sich gezogen, Weltstars des Films, die allerdings eines gemeinsam haben: echte Liebe für das Kino. So verwundert es nicht, dass Juliette Binoche, John C. Reilly und Willem Dafoe ihren Aufenthalt in Wien und ihre Viennale-Screenings sehr genossen und das Festival für seine Filmleidenschaft und sein cinephiles Publikum zu schätzen wussten – und dies auch zum Ausdruck brachten.
Ein ganz speziell aufgeladenes Highlight war daher auch die Premiere von THE SOUFFLEUR in Anwesenheit von Willem Dafoe, der diesen Film hier in Wien vor einem Jahr mit Regisseur Gastón Solnicki gedreht hat – mit dem Hotel Intercontinental als zentralem Protagonisten. Dafoe ließ es sich darüber hinaus nicht nehmen, unangekündigt auch bei LATE FAME von Kent Jones vorbeizuschauen, um beim Q&A nach dem Screening mitzumachen.
Viele weitere Größen des Weltkinos gaben uns in diesem Jahr die Ehre und präsentierten ihre Filme persönlich in Wien. Mascha Schilinski, deren außergewöhnlicher Film IN DIE SONNE SCHAUEN u.a. in Cannes prämiert wurde und für Deutschland ins Oscar-Rennen geschickt wird, kam genauso nach Wien wie die deutsche Regie-Ikone Edgar Reitz mit dem aktuellen Film LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES – mit dabei die herausragenden Schauspieler:innen Aenne Schwarz und Viennale-Fan Lars Eidinger, der es sich ein weiteres Mal nicht nehmen ließ, eine der Festival-Partys als DJ zu rocken.
Während der italienische Filmemacher Pietro Marcello mit seinem neuen Film DUSE, der drängende Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Politik stellt, für ein weiteres cineastisches Highlight sorgte, begeisterte die herausragende argentinische Regisseurin Lucrecia Martel Publikum und Presse mit ihrem ersten Dokumentarfilm NUESTRA TIERRA, in dem sie das koloniale Erbe Argentiniens untersucht, und einem spannenden, ausführlichen Talk über das Drehbuchschreiben im Metro Kinosalon. Der war, wie auch die beiden anderen dort stattfindenden Gespräche, komplett ausreserviert. Kein Wunder: Einerseits diskutierten die Filmemacher:innen Eva Neymann, Olga Kosanović und Lisa Polster mit Andrea Ernst über filmische Formen des Widerstands, andererseits konnte man eine der herausragendsten Regisseurinnen des aktuellen Genrekinos live im Gespräch erleben: Julia Ducournau, die ihren aktuellen Film ALPHA in Wien präsentierte.