In unseren VIENNALE DAILIES werden Sie täglich zum Geschehen rund um das Festival informiert!
Cinema is a wonderful art form for talking about loneliness. We can experience films together with other people. It can be a collective experience of loneliness. We're alone in the dark of the theater, but with other people.
Joachim Trier
FILMTIPPS FÜR HEUTE
THE HISTORY OF SOUND
R: Oliver Hermanus
USA 2024 | 127 Minuten | OmdU
Donnerstag, 23. Oktober, 15.15 Uhr: GARTENBAUKINO
Paul Mescal ist ein ungewöhnlicher Star – sensibel, einfühlsam, sexuell fluide in der Rollenwahl. Kämpfte sich der Ire gerade noch durch GLADIATOR II, ist er nun in einem queeren Liebesdrama zu sehen: 1917 treffen Lionel und David am Konservatorium in Boston aufeinander und entwickeln über ihr Interesse an der Folkmusik eine intensive Verbindung; dann brechen sie zu einer Forschungsreise durch Neu-England auf. Bei allen Gefühlsturbulenzen bleiben die Schauspieler so zurückgenommen wie der melancholisch grundierte Film, der viel mit Andeutungen und Auslassungen erzählt – bis einen die leise Geschichte einer ungelebten Liebe umso heftiger erreicht. (Sascha Rettig)
NO MERCY
R: Isa Willinger
Deutschland, Österreich 2025 | 104 Minuten
Donnerstag, 23. Oktober, 17.30 Uhr: STADTKINO IM KÜNSTLERHAUS, OmdU
Freitag, 24. Oktober, 11.00 Uhr: URANIA, OmeU
„Frauen machen die harscheren Filme“, das äußerte einst die ukrainische Regisseurin Kira Muratowa ihr gegenüber. Was sich darunter vorstellen? Dieser Frage geht Willinger in NO MERCY nach. Mit Catherine Breillat, Alice Diop, Monika Treut und vielen anderen befragt sie Filmschaffende, die ausgewiesene Vertreterinnen der feministischen Perspektive sind. Aus ihren Aussagen setzt sich eine alternative Filmgeschichte zusammen, die zum einen gegen den „male gaze“ antritt. Der es zum anderen aber gelingt, aufrichtig vom Leben der Frauen im Patriarchat zu erzählen. Der Wahrheit ins Auge sehen, das kann eine recht harsche Erfahrung sein. (Alexandra Seitz)
In Anwesenheit von Isa Willinger.
Peter Hujar’s Day
R: Ira Sachs
USA, Deutschland 2025 | 75 Minuten | OmdU
Donnerstag, 23. Oktober, 23.00 Uhr: STADTKINO IM KÜNSTLERHAUS
Ein Tag im Leben von … Eines Nachmittags 1974 erzählt der New Yorker Fotograf Peter Hujar der befreundeten Schriftstellerin Linda Rosenkrantz in deren Wohnung detailklein alles ins Mikrofon, was er an einem der zurückliegenden Tage unternommen hat. Rosenkrantz hat mit dieser tagebuchartigen Rekapitulation ein Kunstprojekt im Sinn, das allerdings rasch zum Erliegen kommt. Nur die Tonbandaufzeichnung hat überdauert, die Sachs 50 Jahre später auf seinerzeitgemäßem 16mm mit zwei Spielfreudigen in Szene setzt: eine Zeitkapsel, in der anrührend der Beweis geführt wird, dass es im Leben nichts Kleines oder Unwichtiges gibt – ist es doch so schnell vergangen. (Alexandra Seitz)
EINIGE UNSERER HEUTIGEN GÄSTE
Mascha Schilinski
Regisseurin von
IN DIE SONNE SCHAUEN
Fabian Gamper
Kameramann von
IN DIE SONNE SCHAUEN
Oscar Ruiz Navia
Regisseur von
Ya se ven los tigres en la lluvia
Isa Willinger
Regisseurin von
NO MERCY
Gabriel Azorín
Regisseur von
Anoche conquisté Tebas
Joel Alfonso Vargas
Regisseur von
Mad Bills to Pay (or Destiny, dile que no soy malo)
Paolo Maria Pedullà
Produzent von
Mad Bills to Pay (or Destiny, dile que no soy malo)
Bani Khoshnoudi
Regisseurin von
NOGHTEH-E-GORIZ
Carlos Prieto Acevedo
Editing Consultant in
Noghteh-e-goriz
Nastia Korkia
Regisseurin von
Korotkoe leto
Felix Lenz
Ganaël Dumreicher
Regie von
BRUTE FORCE
VIDEO DES TAGES