P3ND3J05

V' 15

P3ND3J05

Raúl Perrone
Argentinien, 2013
157min, OmeU

© Viennale © Viennale © Viennale

P3ND3J05

Raúl Perrone
Argentinien, 2013
, 157min, OmeU

Mit: 
Mariano Blanco
Cabito
Yenien Teves
Eugenia Juarez
Fernando Daniel
Adrian Quiroga Hernandez
Julieta Maria Borgna
Gonzalo Orquin
Nestor Gianotti
Drehbuch: 
Raúl Perrone
Ton: 
Raúl Perrone
Lucas Granata
Kamera: 
Raúl Perrone
Hernan Soma
Schnitt: 
Raúl Perrone
Musik: 
Nomenombresway

Produktion: 
Les Envies que je te désire, Trivial Media
Weltvertrieb: 
Trivial Media
Format: 
DCP
Schwarz/Weiß

Die 3 lese man als E, die 5 als S, und heraus kommt pendejos. Was, je nachdem, wer’s zu wem sagt, von «Alter!» bis zu «Schwuchtel» alles mögliche bedeuten kann. P3ND3JO5 ist ein gewaltiger Entwicklungsschritt im Schaffen Perrones, hin zu einem radikal durchgestalteten Kino der Stilisierung und Poesie. Eine Art Musical in Schwarzweiß, mit Zwischentiteln statt Dialogen, in dem geskatet oder einfach nur hüpfend springend rennend Dampf abgelassen wird: als eine Art Tanz des Alltags. Perrones opus magnum, darin auch ein (vorläufiger?) Abschied von jenem minimalistischen Realismus, dessen Bilder- und Gestenwelt seine Arbeit bislang bestimmte.

In Anwesenheit von Pablo Ratto (Produzent).

Raúl Perrone
Geboren 1952 in Ituzaingó, Argentinien. Der «Vater» des argentinischen Independent-Kinos dreht die meisten seiner Filme in (und über) Ituzaingó, einer kleinen, 15 Kilometer westlich von Buenos Aires gelegenen Stadt. In fast 28 Jahren dreht er über 40 Filme ohne jegliche externe finanzielle Unterstützung. Seine ersten «Barrio»-Filme zeichnen sich durch einen naturalistischen Stil aus, seine späteren Werke sind geprägt von einer experimentellen, formalen Differenziertheit. Dabei handelt es sich um Geschichten über Nachbarn, Freunde und Liebe, ominöse Fabeln, die in einem imaginären Dschungel oder in einem Schloss spielen. Die Vielfalt der Themen ist ebenso offensichtlich wie sein ästhetischer Anspruch, Film für Film die Sprache des Kinos neu zu erfinden. Er lebt in Ituzaingó. (Roger Koza)