actos cotidianos

V'15

Los actos cotidianos

Raúl Perrone
Argentinien, 2010
81min, OmeU

© Viennale © Viennale

Los actos cotidianos

Raúl Perrone
Argentinien, 2010
, 81min, OmeU

Mit: 
Soledad Aguilera
Adrián Aguilera
Maria Galván
Drehbuch: 
Raúl Perrone
Kamera: 
Raúl Perrone
Bernardo Demonte
Schnitt: 
Zaida de pedro

Produktion: 
Les Envies que je te désire
Weltvertrieb: 
Les Envies que je te désire
Format: 
DigiBeta
Farbe

Wie schon in OCHO AÑOS DESPUÉS wird auch hier eine Geschichte fortgeschrieben: die des alten Galván aus LA MECHA. Genauer, die seiner Nachkommen – LOS ACTOS COTIDIANOS dreht sich um seine Tochter Maria sowie deren Kinder und Kindeskinder. Noch weniger passiert hier, als man von Perrone ohnehin gewohnt ist – zu sehen und hören ist exakt, was der Titel verheißt: Alltagsverrichtungen, Rituale des Gewöhnlichen, die dem Leben eine Struktur verleihen. Die Ausbrüche in Pop-Fantasien oder Schwärmereien bleiben diesmal aus – nichts soll ablenken von der Vielzahl an meist winzigen Gesten, die wir Tag für Tag ausführen, gedankenlos.

In Anwesenheit von Pablo Ratto (Produzent).

Raúl Perrone
Geboren 1952 in Ituzaingó, Argentinien. Der «Vater» des argentinischen Independent-Kinos dreht die meisten seiner Filme in (und über) Ituzaingó, einer kleinen, 15 Kilometer westlich von Buenos Aires gelegenen Stadt. In fast 28 Jahren dreht er über 40 Filme ohne jegliche externe finanzielle Unterstützung. Seine ersten «Barrio»-Filme zeichnen sich durch einen naturalistischen Stil aus, seine späteren Werke sind geprägt von einer experimentellen, formalen Differenziertheit. Dabei handelt es sich um Geschichten über Nachbarn, Freunde und Liebe, ominöse Fabeln, die in einem imaginären Dschungel oder in einem Schloss spielen. Die Vielfalt der Themen ist ebenso offensichtlich wie sein ästhetischer Anspruch, Film für Film die Sprache des Kinos neu zu erfinden. Er lebt in Ituzaingó. (Roger Koza)