Festivalkinos

Das Hauptprogramm wird beim diesjährigen Festival wieder an den fünf klassischen Viennale-Spielstätten präsentiert. Das Festival und sein Publikum profitieren dabei von der speziellen Atmosphäre und Anziehungskraft dieser besonderen Orte.
Weitere fünf Säle kommen zu den den offiziellen Festivalkinos der Viennale hinzu und werden zusätzliche Wiederholungsvorstellungen anbieten: Admiralkino, Blickle Kino im Belvedere 21, Filmcasino, LE STUDIO Film und Bühne c/o Studio Molière und Votiv Kino

DIE FÜNF KLASSISCHEN VIENNALE-SPIELSTÄTTEN:

Image
Gartenbaukino | © Alexander Tuma

Gartenbaukino

Als klassischer Premierenkino mit eindrucksvoller Leinwand und unverwechselbarem Ambiente das Flaggschiff der urbanen Kinokultur in Wien...

1010 Wien , Parkring 12
U3 Stubentor
U4 Stadtpark

Image
Stadtkino im Künstlerhaus

Stadtkino im Künstlerhaus

Das frühere Künstlerhauskino - neue eröffnet in 2013 als "Stadtkino im Künstlerhaus" steht seit 2005 auf der Liste der Viennale Kinos.

1010 Wien , Akademiestraße 13
U1, U2, U4 Karlsplatz/Oper

Image
Urania

Urania

Ein sehr populäres Traditionskino zwischen Ringstraße und Donaukanal.

1010 Wien , Uraniastraße 1
U1,U4 Schwedenplatz

Image
Österreichisches Filmmuseum

Österreichisches Filmmuseum

Das Österreichische Filmmuseum ist nicht nur die Spielstätte für die große Retrospektive, sondern auch Festivalkino, in dem Spezialprogramme und Filme aus dem Hauptprogramm gezeigt werden.

1010 Wien , Augustinerstraße 1
Metro U1, U2, U4 Karlsplatz/Oper

Image
METRO Kinokulturhaus

METRO Kinokulturhaus

Zweifelsohne eines der schönsten Kinos in Wien, das als früheres Biedermeiertheater Samt, Stuck und Balkon aufwarten kann.

1010 Wien , Johannesgasse 4
Metro U1, U2, U4 Karlsplatz/Oper
Metro U4 Stadtpark

CIRCUIT KINOS :

Image
Admiralkino

Admiralkino

Es riecht nach Leder und Zelluloid im atmosphäri- schen Foyer des Admiralkinos. Charlie Chaplin grüßt von der Toilettentür, ein alter Kohleofen, der lange den Kinosaal beheizte, hält in sympathischer Nostalgie die Stellung. Dabei wird im 1913 eröffneten Kino keineswegs rückständig gedacht. Betreiberin Michaela Englert hat das Kino, in dessen Geschichte immer wieder Frauen federführend agierten, über die Jahre trotz schwierigster Umstände modernisiert und entwickelt neue Konzepte im Windmühlenkampf gegen Streamingdienste und pandemische Einschränkungen. Programmatisch setzt das Kino auf weibliches Filmschaffen und die intime Begegnung mit Gästen sowie daraus resultierende Diskus- sionen. Aus einem reinen Nachspielkino hat sich eine diverse Spielstätte entwickelt, die das Publikum von heute genauso zu begeistern weiß, wie Arthur Schnitzler, der 1929 in sein Tagebuch über seinen Besuch im Admiralkino schrieb. Die Widerstandsfähig- keit, mit der diese Spielstätte schon viele Kahlschläge in der Wiener Kinoszene überlebte, ist inspi- rierend und Ausdruck einer großen Leidenschaft für das Kino.

1070 Vienna , Burggasse 119
U6 Burggasse-Stadthalle

Image
(c) Natascha Unkart

BLICKLE KINO IM BELVEDERE 21

Obwohl sich die mentale Wiener Stadtgrenze nur langsam über den Gürtel wagt, etabliert sich das Blickle Kino im Belvedere 21 zur zentralen Spielstätte für die feine und immer wichtiger werdende Grenze zwischen Film- und Videoarbeiten. Entworfen von Architekt Karl Schwanzer für den Weltausstellungspavillon 1958, entspricht der Kinosaal höchsten technischen Standards. Zwischenzeitlich ein in der Peripherie existierendes Supplement zu den Programmen des Österreichischen Filmmuse- ums, etwa in Form von Experimentalfilmschienen, hat es sich das Blickle Kino heute zur Aufgabe gemacht, Synergien zwischen Kunst, Film und Video zu kreieren. Es geht um den Dialog zwischen Vermitt- lung und Praxis. Im Kontext des Museums wird das Kino, in dem auch begleitende Serien zu den Ausstellungen im Belvedere 21 zu sehen sind, als Wider- stand verstanden, der mit Bewegtbildern auch auf die Umgebung und die wachsenden Viertel um den Hauptbahnhof ausstrahlen soll. Österreichische Arbeiten werden in internationale Kontexte eingebettet und man legt programmatische Schwerpunkte auf junges Film- und Videoschaffen.

1030 Wien , Arsenalstraße 1
U1 Südtiroler Platz • Straßenbahn D Quartier Belvedere

Image
Filmcasino

FILMCASINO

Es gibt wohl kaum ein anderes Kino in Wien, das einen so geheimnisvoll durch seine Architektur in andere Welten entführen kann wie das Filmcasino im 5. Bezirk. Bereits 1911 wurde im Gebäude das „Margaretner Bürgerkino“ betrieben. Die Namensänderung erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer krisenbedingten Schließung übernahm 1989 die Volkshochschule Margareten das Kino, das seither als Fixstern die Wiener Kinoszene bereichert. Samt dem hauseigenen Polyfilm-Verleih versteht man sich als Programmkino mit Fokus auf österrei- chische, europäische und asiatische Filme. In den letzten Jahren etablierte sich das Filmcasino zusätzlich mit spannenden Repertoire-Programmen, Son- derreihen und begeisterndem Einsatz für all jene Filme, die aufgrund kulturpolitischer Machtspiele sonst keine Kinoauswertung erfahren würden. Den Kampf gegen Streamingportale nimmt man auch auf anderen Ebenen auf, etwa indem man das Kino mit Originalplakaten und dem besonderen Reiz von Festivalkooperation wie dem SLASH Filmfestival als Ort stark macht.

1050 Wien , Margaretenstraße 78
U4 Pilgramgasse • U1 Taubstummengasse

Image
StudioMoliere_Saal

LE STUDIO Film und Bühne c/o Studio Molière

Ein Hauch von Paris weht auf den Straßen rund um LE STUDIO Film und Bühne. Nicht nur der französische Name der jungen Kino- und Theaterstätte im 9. Bezirk hat damit zu tun, sondern auch die Verbindung mit dem Lycée Français, das den Kinosaal verwaltet. Schon von 1905 bis 1971 fungierte dieser als „Flieger Kino“ genannte Spielstätte. Auch auf der Leinwand gibt es über das Jahr einen französischen Schwerpunkt, der aber nicht dogmatisch zu verstehen ist. Vielmehr interessiert den Spielort ein integrativer Ansatz, der Schnittstellen zwischen Film und Theater ermöglichen und für ein breites Publikum zugänglich machen will. Es geht um einen Dialog zwischen den Künsten. Besondere Programme für Kinder oder Menschen mit Behinderung zeichnen das junge Kino aus. Man wagt Experimente und arbeitet an mutigen Konzepten mit jungen Künstlern. Dabei versteht man sich als internationalen und toleranten Ort. Die coronabedingten Einschränkungen treffen LE STUDIO vor allem deshalb, weil man sich im zweiten Jahr in einer eigentlich wichtigen Phase für die Etablierung eines Stammpublikums befindet.

1090 Wien , Liechtensteinstraße 37
Straßenbahn D Bauernfeldplatz

Image
Votiv Kino

VOTIV KINO

Lebendiges Treiben beherrscht das Bild vor dem Eingang des Votivkinos. Direkt an der Währinger Straße und in unmittelbarer Nähe zur Hauptuniver- sität gelegen, umgibt dieses Kino trotz seiner langen Geschichte ein junger Charme. 1912 gegründet, durchlief das Haus zahlreiche Phasen. Bis in die 1980er ein kleines Bezirkskino mit Nachspielpro- gramm, entwickelte sich das Kino nach der Über- nahme durch den Filmladen 1986 nicht zuletzt auf- grund hoher technischer Standards und einer hohen Wertschätzung von Komfort zum besucherstärksten Arthouse-Kino in Wien. In drei Sälen deckt das Kino im regulären Programm ein breites Spektrum dessen ab, was man unter Programmkino verstehen kann. Ein besonderes Augenmerk gilt dem österreichischen und dem französischsprachigen Film. Außer- dem haben Kinderfilme einen hohen Stellenwert. In Sonderprogrammen wie dem „Festival du Film Fran- cophone“ oder dem Internationalen Kinderfilmfestival werden regelmäßig programmatische Glanzlichter gesetzt, die gerade auch in der schwierigen Pandemiezeit für relativ gute Besuchszahlen sorgen.

1090 Wien , Währinger Straße 12
U2 Schottentor

Related Content