Labios de churrasco

V'15

Labios de churrasco

Raúl Perrone
Argentinien, 1994
61min, OmeU

© Viennale © Viennale

Labios de churrasco

Raúl Perrone
Argentinien, 1994
, 61min, OmeU

Mit: 
Fabián Vena
Violeta Naón
Gustavo Prone
Carlos Briolotti
Fernando Álvarez
Gigí de la Mota
Gustavo Aldana
Drehbuch: 
Raúl Perrone
Kamera: 
Carlos Briolotti
Schnitt: 
Luis Barros
Musik: 
Los Caballeros de la Quema

Produktion: 
Les Envies que je te desire
Weltvertrieb: 
Les Envies que je te desire
Format: 
BetaSP
Schwarz/Weiß

Szenen aus dem Alltag dreier Burschen mit viel Zeit und wenig zu tun. Macht nichts, denn: Gingen sie einem geregelten Tagwerk nach, könnten sie zum Beispiel nicht in einer Videothek herumhängen und sich von charmanten Damen Körbe abholen (die sie ihnen später wieder wegnehmen) oder an Trafiken dann doch nichts kaufen, aber mit dem Besitzer blöde Witze machen, oder aus Comics ein bißchen was fürs Leben lernen. Ein Frühwerk, in dem der ganze Perrone steckt: vom angenehm offensichtlich improvisierten Schauspiel über die kleinen pop-kulturellen Reverenzen bis hin zu seiner Freude am Weitwinkel-Objektiv.

In Anwesenheit von Pablo Ratto (Produzent).

Raúl Perrone
Geboren 1952 in Ituzaingó, Argentinien. Der «Vater» des argentinischen Independent-Kinos dreht die meisten seiner Filme in (und über) Ituzaingó, einer kleinen, 15 Kilometer westlich von Buenos Aires gelegenen Stadt. In fast 28 Jahren dreht er über 40 Filme ohne jegliche externe finanzielle Unterstützung. Seine ersten «Barrio»-Filme zeichnen sich durch einen naturalistischen Stil aus, seine späteren Werke sind geprägt von einer experimentellen, formalen Differenziertheit. Dabei handelt es sich um Geschichten über Nachbarn, Freunde und Liebe, ominöse Fabeln, die in einem imaginären Dschungel oder in einem Schloss spielen. Die Vielfalt der Themen ist ebenso offensichtlich wie sein ästhetischer Anspruch, Film für Film die Sprache des Kinos neu zu erfinden. Er lebt in Ituzaingó. (Roger Koza)