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Retrospektive

Cinetracts

Marine Hugonnier
Frankreich, Großbritannien 2017
57min
kein Dialog
V'21

Mit CINETRACTS greift Marine Hugonnier im Alleingang jene kollektive Form wieder auf, die im Mai ’68 von einem ganzen Berufsstand als Auflehnung praktiziert wurde. Mit einer Ironie, die Félix Fénéons würdig wäre, präsentiert sie eine Reihe von reinen und bearbeiteten Readymades und bietet uns damit ein kraftvolles Promptuarium für unsere Zeit, aber auch eine Untersuchung der ideologischen und kritischen Rolle, die Bilder in ihr spielen.
GIVERNY’S CUSP arrangiert eine Konfrontation von Analogfilm mit den Gemälden von Claude Monet. Marine Hugonnier: „Diese ungeschnittene Einstellung dauert eine ganze 400 Fuß lange Filmrolle und zeigt zunächst eine mikroskopische Ansicht des Randes eines Wasserlilienblatts. Dann erlaubt ein Zoom rückwärts mehr Übersicht und offenbart Monets ikonische grüne Brücke, bevor das absichtliche Entfernen der Linse von der Kamera den Analogfilm in Direktkontakt mit der Umgebung bringt, deren Gegenwart ohne Schnittstelle aufgenommen wird.“ (N.B.)

In Anwesenheit von Nicole Brenez (Kuratorin).
Dieser Film läuft im Rahmen des Screenings I. DIAGNOSE, RÜCKWÄRTS.

With CINETRACTS, Marine Hugonnier adopts and revives, all by herself, that collective form that was practised in May ’68 by an entire profession in revolt. With an irony worthy of Félix Fénéon, she samples a series of both pure and rectified readymades, and offers us not only one of the most potent promptuarium in our time, but also an examination of the ideological and critical roles that images play within it. As for GIVERNY’S CUSP, it stages a confrontation between analogue film and the paintings of Claude Monet. (NB)
“This single shot running the duration of a full 400 feet reel features a microscopic view of the edge of a waterlily’s leaf, then zooms out to a wider view revealing Monet’s iconic green bridge, until the lens of the camera is intentionally removed to place the analogue film directly in contact with the environment; recording its presence with no interface.” (Marine Hugonnier)

In the presence of Nicole Brenez (curator).
This film will be shown as part of the screening I. DIAGNOSE, REVERSE.

Alle Retrospektiven-Filme, die nach der Viennale – ab dem 1.11. – im Filmmuseum gezeigt werden, können selbstverständlich auch wie gewohnt auf www.filmmuseum.at oder unter Tel. 01/533 70 54 reserviert und an der Kassa des Österreichischen Filmmuseum gekauft werden. Es gelten die Preise des Filmmuseums.

Credits
DCP
Sa. 30 Okt
21:30
Filmmuseum
kein Dialog
Mo. 01 Nov
18:30
Filmmuseum
kein Dialog
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