KUBRADOR

V'07

KUBRADOR

BET COLLECTOR, THE

Jeffrey Jeturian
Philippinen, 2006
Spielfilme, 98min, OmeU

KUBRADOR

Jeffrey Jeturian
Philippinen, 2006
Spielfilme, 98min, OmeU

Mit: 
Gina Pareño
Amy
Fonz Deza
Eli
Soliman Cruz
Polizeichef
Nico Antonio
Baste
Jhong Del Rosario
Eric
Johnny Manahan
Jueteng Kassier
Nanding Josef
Priester
Drehbuch: 
Ralston Jover
Ton: 
Ditoy Aguila
Nolet Clemente
Kamera: 
Roberto Yniquez
Schnitt: 
Jay Halili
Musik: 
Jerrold Tarog
Ausstattung: 
Leo Abaya

Produktion: 
MLR Films Kalaw-Ledesma Condo, 7th Floor 117 Gamboa Street, Legaspi Village 1229 Makati City, Philippinen T 893 7765 mlrfilms@yahoo.com
Weltvertrieb: 
Wide Management 40 rue Sainte-Anne 75002 Paris, Frankreich T 1 53 95 04 64 wide@widemanagement.com
Format: 
35 mm
Farbe

Amy verdient sich ihren Lebensunterhalt in den Slums von Manila mit dem Einsammeln von Wettgeld. Ein populäres, aber illegales Lotto, genannt «Jueteng», wirft für die Ehefrau, Mutter und Großmutter ein kleines Einkommen ab. Tag für Tag durchstreift sie die Straßen ihres Viertels, um von den Spielern das Geld zu kassieren und ihre bescheidene Kommission zu verdienen. Amy ist eine gläubige Frau, die gelernt hat, ihr Schicksal zu ertragen, obgleich sie der Tod ihres Sohnes, der als Soldat starb, noch immer schwer belastet. Doch der Glaube an Gott gibt ihr auch jeden Tag aufs Neue die Kraft weiterzumachen. Denn ihre Arbeit ist keineswegs ungefährlich: Hinter der Organisation, welche die illegalen Spiele betreibt, stehen angeblich hohe Beamte. Jeffrey Jeturian kennt die Stärken des Melodramatischen sehr gut und weiß diese in The Bet Collector gezielt einzusetzen: Seine Kameraarbeit und der beobachtende Ges-tus schaffen Distanz, die Leiden und Mühen seiner Protagonistin jedoch gleichzeitig eine entsprechende Nähe. Neben seiner Heldin bewegt sich The Bet Collector durch die Straßen und Häuser von Manila und liefert eine minutiöse Bestandsaufnahme eines Lebens, das nur in der Hoffnung auf den nächsten kleinen Sieg zu existieren scheint. Jeturians größter Trumpf ist jedoch Gina Pareño: Wie Fernanda Montenegro in Walter Salles' Central Station , liefert sie ein eindringliches Porträt einer Frau, gleichermaßen beherrscht von notwendiger Stärke und überwältigenden Gefühlen. Pareño besitzt eine kraftvolle physische Präsenz, aber gleichzeitig eine bemerkenswerte Zartheit. Ihre Darstellung ist nichts weniger als eine Offenbarung. (Cameron Bailey)