KAJRAT

V'01

KAJRAT

Dareschan Omirbajew
Kasachstan, 1991
72min, OmfU

KAJRAT

Dareschan Omirbajew
Kasachstan, 1991
, 72min, OmfU

Mit: 
Kajrat Machmedow
Kajrat
Indira Scheksembajewa
Indira
Samat Bejsembin
Balschan Bisembekowa
Talgat Asetow

Produktion: 
Kasachfilm Studio 176 Al Faraby Avenue 480117 Almaty, Kasachstan T 3272 48 22 11 F 3272 48 09 09
Weltvertrieb: 
Kasachfilm Studio 176 Al Faraby Avenue 480117 Almaty, Kasachstan T 3272 48 22 11 F 3272 48 09 09
Verleih in Österreich: 
35mm/Schwarzweiß

Ein Lied, ein Blues, ein Filmanfang: Die Eisenbahn verlässt den Bahnhof eines kleinen Dorfes in der kasachischen Steppe. Unter den Passagieren ist der 20-jährige Kajrat, der nach Almaty fährt, um dort sein Studium an der Hochschule fortzusetzen. Er wird jedoch wegen ungebührlichen Verhaltens während einer Prüfung von der Universität relegiert und beginnt, als Busfahrer zu arbeiten. Eines Tages ist eine faszinierende Frau unter den Fahrgästen. Ein paar Tage später sieht Kajrat sie in einem Kino wieder. Sie ist Studentin und arbeitet nebenbei als Zugbegleiterin bei der Eisenbahngesellschaft. Als Kajrat sie kurz darauf vom Zug abholen will, sieht er sie zu seiner Enttäuschung in Begleitung eines Kollegen ankommen. Wir haben vier Grundsätze befolgt: Erstens haben wir uns dagegen verwahrt, allzu offensichtliche Gefühle zu zeigen, die an die Theaterregie erinnern. Das zweite Prinzip, das aus dem ersten hervorgeht, war unsere Weigerung, professionelle Schauspieler einzusetzen. Das hätte Kajrat seiner Frische und seiner Eigenart beraubt. Der dritte Grundsatz führte zu dem Versuch, dem Rhythmus des Films eine gewisse Musikalität zu verleihen. Um diese Musikalität zu erreichen, haben wir uns bemüht, eine Einstellung nie als autonome Einheit zu betrachten. Unsere vierte Überlegung: Wir verzichten auf eine direkte Sozialkritik, die uns dazu geführt hätte, eine Art Neo-Neorealismus zu entwickeln, der unseren Versuch, einen Blick auf das ganze Innenleben eines Menschen zu werfen, von vornherein vereitelt hätte. (Dareschan Omirbajew) Dareschan Omirbajews Kajrat zeigt die Irrationalität der Existenz und den Einfluss unvorhergesehener Ereignisse auf das Innenleben seines Protagonisten. Der Film ist auf eine Weise geschnitten, die jede Einstellung zu einer Note in einer sich langsam entfaltenden Melodie macht. Kajrat versucht, durch sein Zusammenspiel von Bild und Ton seinem Publikum Empathie abzuverlangen. (Dimitri Eipides)