GORKAJA JAGODA

V'01

GORKAJA JAGODA

Bitter Fruit

Kamara Kamalowa
UdSSR, 1975
65min, OmfU

GORKAJA JAGODA

Kamara Kamalowa
UdSSR, 1975
, 65min, OmfU

Mit: 
Schachida Gafurowa
Nargis
Schachnas Burchanowa
Lali
Beksod Chamrajew
Jerken
Baba Annanow
Lalis Vater
Antonina Rustamowa
Lalis Mutter
M. Rachimchodjajewa
Mansura
M. Sachibowa
Issatik
Z. Redjametow
Sabir
O. Narullajew
Tula

Produktion: 
Usbekfilm Studio 1 Chilansarskaja Street 700115 Taschkent, Usbekistan T 71 120 72 43 F 71 120 69 72
Weltvertrieb: 
Arkeion Films 6 rue de St. Petersbourg 75008 Paris, Frankreich T 1 44 70 98 98 arkeion.films@wanadoo.fr
Verleih in Österreich: 
35mm/Farbe

Es ist Sommer, es sind Ferien. Für die beiden halbwüchsigen Freundinnen Nargis und Lali ist das eine Zeit der Sorglosigkeit. Sie stammen aus einer kleinen Industriestadt, die am Fuße eines malerischen Berges liegt. Nargis, die ältere der beiden, scheint in diesem herrlichen Sommer entschlossen, alles zu tun, um die Aufmerksamkeit von Jerken zu erregen, der für die Nachbarskinder ein Held ist. Aber da beginnt das Problem: Jerken bleibt indifferent, scheint sich keinesfalls dazu «herablassen» zu wollen, Freundschaft mit einem Mädchen zu schließen. Lali wiederum wird von tiefer Eifersucht gepackt und lehnt sich gegen das veränderte Verhalten ihrer Freundin auf. A Bitter Fruit, der erste Spielfilm der Regisseurin Kamara Kamalowa, sorgte für Aufsehen - im positiven Sinne. Nach dem Studium arbeitete sie viele Jahre lang an Animationsfilmen, ohne sich je einen Weg zum «großen Kino» bahnen zu können. Und plötzlich kam dieser Film, der sowohl vom nationalen als auch vom internationalen Publikum sehr gut aufgenommen wurde. Der Film erzählt voll Zärtlichkeit die Geschichte eines jungen Mädchens, das zum ersten Mal mit Grausamkeit und Gleichgültigkeit konfrontiert wird. (Usman Nazar, 1991) Man hat Filme wie diese unzählige Male auf der Leinwand gesehen. Aber A Bitter Fruit nimmt einen besonderen Platz ein. Dieser Film besitzt seine eigene Physiognomie, und der Zuschauer sieht viele Dinge zum ersten Mal oder zumindest zum ersten Mal in einem anderen Licht. Ein Sommertag. Und zwei junge Mädchen. Die eine tanzt «Giselle», aber nicht in einem Ballettröckchen, sondern in einem sommerlichen Kleid auf einer Wiese. Die Poesie, aus der sich diese Szene speist, durchdringt den ganzen Film. Sie erzeugt die Atmosphäre und schafft die Basis seiner kindlichen Weltsicht, mit seiner eigenständigen Annäherung an die Harmonie, an das Gute und an die Gerechtigkeit. (Elena Bauman, 1975)