FRANCE

V'07

LA FRANCE

Serge Bozon
F, 2007
Spielfilme, 102min, OmeU

LA FRANCE

Serge Bozon
F, 2007
Spielfilme, 102min, OmeU

Mit: 
Sylvie Testud
Camille
Pascal Greggory
Lieutenant
Guillaume Verdier
Kadett
François Negret
Jacques
Laurent Talon
Antoine
Pierre Leon
Alfred
Benjamin Esdraffo
Pierre
Didier Brice
Jean
Laurent Lacotte
Frédéric
Mit: 
Liedtexte
Serge Bozon
Drehbuch: 
Axelle Ropert
Ton: 
Laurent Gabiot
Pauline Gaillard
Maïkôl
Kamera: 
Céline Bozon
Schnitt: 
François Quiqueré
Musik: 
Medhi Zannad
Benjamin Esdraffo
Ausstattung: 
Brigitte Brassard
Kostüm: 
Renault Legrand

Produktion: 
Les Films Pelleas 5 rue Michel Leconte 75003 Paris, Frankreich T 1 42 74 31 00 lesfilmspelleas@pelleas.fr
Weltvertrieb: 
Pyramide International 5 rue du Chevalier de Saint George 75008 Paris, Frankreich T 1 42 96 02 20 pricher@pyramidefilms.com
Format: 
35 mm
Farbe

Herbst, 1917. Der Erste Weltkrieg und seine verlustreichen Frontstellungen zermürben Frankreich. Die junge Camille wartet daheim auf ihren Mann, der seinen Dienst an der Front versieht. Doch eines Tages erhält sie die Nachricht, dass er ihre Beziehung beendet. Völlig aufgelöst und entschlossen, nichts unversucht zu lassen, beschließt sie, sich als Mann zu verkleiden und sich auf die Suche nach ihm zu machen. Sie bricht Richtung Front auf, bis sie in einem Wald auf eine Gruppe Soldaten stößt. Camille schließt sich ihnen an, ohne dass die Männer ihre wahre Identität bemerken. La France entstand aus dem Wunsch, Kriegsfilm und Liebesgeschichte miteinander zu verknüpfen. Aber nicht jene Art von Kriegsfilm, bei der wir uns von Anfang bis Ende an der Front befinden. Nein, vielmehr ein Kriegsfilm im Stil von Walsh oder Fuller, wo wir den mobilen Einheiten auf deren Weg zu einem unbekannten Ziel folgen. Jene Filme, in denen Krieg nicht eine Vorbedingung ist, sondern einen Horizont darstellt, den Horizont einer Reise durch die Natur. Kein starres Dekor, sondern eine Destination - und eine Erinnerung. Denn diese Soldaten sind keine Greenhorns, die auf ihre Feuertaufe warten, sondern Soldaten, die in den Kampf zurückkehren. (Serge Bozon) Dieser Film ist so bemerkenswert, dass man den Krieg bloß als Vorwand betrachten könnte. Doch in der Tat geht es sehr wohl um Krieg, nur nicht auf die Art, wie das gewöhnlich der Fall ist. Und doch nimmt er eine unbestreitbare Präsenz ein - durch die versteckte Intensivierung von Gewalt, die komplett unerwartet ist und vor allem durch die langen Lieder gebrochen wird, die etwas ganz Natürliches an sich haben. Eine Soldateneinheit singt immer im Krieg, aber nicht so - nicht mit dieser Musik, nicht mit Liedern und Worten wie diesen. Gerade diese Musik macht La France so faszinierend, zergliedert die Erzählung und verleiht ihr zusätzliche Kraft. (Jean Douchet)