In Focus: Manuel Mozos

Belarmino

Fernando Lopes
P 1964
72min
V'12

Belarmino Fragoso (1931–82) war ein Federgewichtler auf dem Weg nach Europa. Leben allerdings konnte er vom Boxen kaum: Sein Grundauskommen hatte er als Kolorist von Bildern. Fragoso spielt sich selbst in BELARMINO; genauer gesagt: Er gibt jenen Belarmino, den Fernando Lopes – zu Recht, wie die Dekaden zeigten – für zeitgültig hielt. Der Film ist ein Gewebe aus Beobachtungen, Szenenskizzen; die Geschichte von einem Betrug und zwei verlorenen Kämpfen nicht mehr als ein Vorwand, um das Estade-Novo-Lissabon mit seinen allseitig sichtbaren Widersprüchen zu zeigen. Ein zentrales Werk des 1960er-Jahre-Kinos, das außerhalb Portugals jedoch kaum bekannt ist.

FERNANDO LOPES
Geboren 1935 in Maçãs de Dona Maria, Portugal. Arbeitet zunächst für das Fernsehen und absolviert die London Film School. Ist ab 1960 als Filmemacher tätig und etabliert sich mit BELARMINO als einer der der bedeutendsten Vertreter des Novo Cinema. Fernando Lopes stirbt 2012 in Lissabon. Filme (Auswahl): VERMELHO, AMARELO E VERDE (1969), UMA ABELHA NA CHUVA (1971), CRÓNICA DOS BONS MALANDROS (1984), OS SORRISOS DO DESTINO (2009)

Credits
  • Belarmino Fragoso
  • Fernando Lopes
  • Augusto Cabrita
  • Fernando Lopes
  • Manuel Jorge Veloso
  • Albano Martins
  • Jean Pierre Gebler
  • Maria Teresa de Noronha
Produções Cunha Telles, Madragoa Filme
Maria João Seixas c/o Cinemateca Portuguesa
35 mm
bw
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