Austerlitz

V'16

Austerlitz

Sergei Loznitsa
D, 2016
Dokumentarfilme, 93min, OmeU

© Viennale © Viennale © Viennale

Austerlitz

Sergei Loznitsa
D, 2016
Dokumentarfilme, 93min, OmeU

Drehbuch: 
Sergei Loznitsa
Ton: 
Vladimir Golovnitski
Kamera: 
Sergei Loznitsa
Jesse Mazuch
Schnitt: 
Danielius Kokanauskis

Produktion: 
Imperativ Film
Weltvertrieb: 
Imperativ Film
Format: 
DCP
Schwarz/Weiß

Touristen an einem Sommertag durchströmen zu Hunderten eine KZ-Gedenkstätte. Sie tragen kurze Hosen und T-Shirts mit witzig gemeinten Schriftzügen, haben Rucksäcke und Kinderwägen dabei, fotografieren und vespern. Loznitsa filmt sie in langen, starren Einstellungen aus der Distanz, aber mit großer Schärfentiefe. Er macht den Zuschauer zum Beobachter der Beobachter und zwingt ihn, die Grausamkeit zu sehen, die durch das Aufeinandertreffen von anonymen Besuchermassen und Schreckensort der Geschichte entsteht.

In Anwesenheit von Sergei Loznitsa

Sergei Loznitsa
Geboren 1964 in Baranovichi, Sowjetunion, im heutigen Weißrussland. Aufgewachsen in Kiew. Studiert Mathematik in Kiew sowie Film an der Staatlichen Filmhochschule in Moskau (WGIK). Dreht seit Mitte der neunziger Jahre Dokumentarfilme, überwiegend über die russische Provinz und die Geschichte der Sowjetunion wie etwa BLOKADA (2005), LETTER (2013). 2010 realisiert er mit MY JOY seinen ersten Spielfilm, gefolgt von in THE FOG (2012). Seine Arbeiten werden regelmäßig bei der Viennale gezeigt. Weitere Filme (Auswahl): FABRIKA (2004), ARTEL (2006), PREDSTAVLENIE (2008), O MILAGRE DE SANTO ANTONIO (2012), MAIDAN (2014), PONTS DE SARAJEVO (2014), THE OLD JEWISH CEMETERY (2015), SOBYTIE (2015).