Der Angriff des Alfred Edel auf sich selbst
Alfred Edel's Attack on Himself
Er war das, was man einen Schauspielexzentriker nennt. Wenn er vor die Kamera marschierte, brachte er seine eigene Welt mit. Und für die Dauer seines Auftritts okkupierte er den Film. Alfred Edel (1932- 1993), Charakterschädel des Neuen Deutschen Films, ließ keinen Platz neben sich, wozu auch? Die Dringlichkeit seiner Rede - er war ein begnadeter Rhetoriker - und die Schärfe seines Verstandes waren unausweichlich; außer ihm war nichts mehr wichtig, wenn er seine klangvolle Stimme erhob. Soldat widmet dem genialen Dilettanten eine überaus anregende Archivkomposition. (Alexandra Seitz)
In Anwesenheit von Jan Soldat.
Dieser Film läuft im Rahmen des Screenings HUMAN VARIATIONS.
Jan Soldat’s latest compilation film focuses on the irrepressible personality of Alfred Edel, an axiomatic actor of the New German Cinema. In clips from films by Werner Herzog, Alexander Kluge, Hans-Jürgen Syberberg, Christoph Schlingensief and others, we get a taxonomy of Edel’s unique style of bombast. Soldat’s precise editing turns the man into his own peevish interlocutor; we see and hear him waxing philosophical, considering sexuality, eating and drinking and eventually facing death. Through it all, Edel remains a man of many words, a ranting, truculent visionary. (Michael Sicinski)
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