Räume ohne ideologische Kontrolle, in denen viele Filmemacher ab den 1960er Jahren frei dieselben radikalen Möglichkeiten des Experimentalfilms erprobten wie ihre internationalen Zeitgenossen – dabei weitgehend ignoriert von Kritik, Geschichtsschreibung und Staatsarchiven. Das war die Szene der Amateurfilmclubs im sozialistischen Jugoslawien, die Matevž Jerman and Jurij Meden in ihrem Dokumentarfilm ALI JE BILO KAJ AVANTGARDNEGA? zurück ans Licht befördern.
In diesem Kontext steht das Programm, das Vasko Pregelj (1948–1985) gewidmet ist. Als ausgesprochen vielseitige Figur des slowenisch-jugoslawischen Kinos wirkte Pregelj als Regisseur, Maler, Bildhauer, Fotograf und Theoretiker. Fünfundzwanzig Jahre lang galten seine Filme als verschollen; sie zählen zu den besonders raren und außerordentlichen Werken dieser Bewegung – es bietet sich also die seltene Gelegenheit, einen Künstler zu entdecken, der bereits als Sechzehnjähriger damit begann, Malerei, Skulptur, Klang und Bild zu einer einzigen künstlerischen Geste zu verbinden.
Kuratiert von Jurij Meden.