Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger

Regisseurin von
DIE BLUTGRÄFIN

Ulrike Ottinger, geboren 1942, ist Filmemacherin und bildende Künstlerin und zählt zu den wichtigsten Figuren des deutschen Nachkriegskinos. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und gründete 1969 in Konstanz den Filmclub „Visuell", den sie bis 1972 leitete, sowie die Galerie und Presse „galeriepress". Bekannt wurde sie u. a. BILDNIS EINER TRINKERIN (1979), FREAK ORLANDO (1981) und JOHANNA D'ARC OF MONGOLIA (1989); seit den 1990er-Jahren widmete sie sich verstärkt dem Dokumentarfilm, etwa mit TAIGA (1992) und EXIL SHANGHAI (1997). Ihre Arbeiten wurden u. a. bei der Biennale von Venedig und der documenta gezeigt, mit Einzelausstellungen in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und am Berkeley Art Museum. Im Jahr 2010 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. 2022 erhielt sie den Camerimage-Preis für ihr avantgardistisches Filmschaffen. Ihr neuer Film DIE BLUTGRÄFIN, nach einer Vorlage über Erzsébet Báthory und gemeinsam mit Elfriede Jelinek geschrieben, feierte 2026 bei der Berlinale Premiere, mit Isabelle Huppert in der Titelrolle.

Filme (Auswahl): BILDNIS EINER TRINKERIN (1979), FREAK ORLANDO (1981), JOHANNA D'ARC OF MONGOLIA (1989), TAIGA (1992), EXIL SHANGHAI (1997), 12 STÜHLE (2004), PRATER (2007), DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE (2008), UNTER SCHNEE (2011), CHAMISSOS SCHATTEN (2016), DIE BLUTGRÄFIN (2026)