YUKI & NINA

V' 09

YUKI & NINA

Suwa Nubohiro, Hippolyte Giradot
F/J, 2009
Spielfilme, 93min, OmdU

YUKI & NINA

Suwa Nubohiro, Hippolyte Giradot
F/J, 2009
Spielfilme, 93min, OmdU

Mit: 
Noë Sampy
Yuki
Arielle Moutel
Nina
Tsuyu
Yukis Mutter
Hippolyte Girardot
Yukis Vater
Marilyne Canto
Ninas Mutter
Drehbuch: 
Nobuhiro Suwa
Hippolyte Girardot
Ton: 
Dominique Lacour
Raphaël Girardot Olivier Do Hu
Ogawa Takeshi
Kamera: 
Josée Deshaies
Schnitt: 
Hisako Suwa
Laurence Briaud
Musik: 
Lily Margot
Doc Mateo

Produktion: 
Comme des cinémas Les Films du Lendemain, Bitters End, Arte France Cinéma
Weltvertrieb: 
Films Distribution 34, rue du Louvre 75001 Paris, Frankreich T +33 1 53 10 33 99 info@filmsdistribution.com
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelberggasse 3/3 1070 Wien T 1 522 48 14 office@stadtkinowien.at
Format: 
35 mm
Farbe

Yuki und Nina sind beste Freundinnen. Beide sind acht Jahre alt und leben in Paris. Am Anfang sieht man sie, wie sie zusammen von der Schule zu Nina nach Hause kommen und reden. Vor allem Nina redet, viel und bestimmt. Yuki ist meist still. Eine Beobachterin mehr als eine Träumerin. Irgendein Geheimnis scheint sie zu umwehen, und vielleicht ist es ihre Herkunft aus zwei Kulturen, die ihr ein Gefühl des Andersseins gibt. Vielleicht ist sie auch nur einfach die stillere der beiden. «Je suis comme ça», wird sie später einmal sagen, als Nina sie fragt, warum sie immer so ängstlich sei. Allmählich entspinnt sich die Geschichte einer allmählichen Emanzipation der Kinder, die keineswegs ein «Abschied von den Eltern» ist, sondern eine Verteidigung der Kindheit. (...) Dann, als klar ist, dass Yuki wohl nach Japan übersiedeln muss, sieht man lauter letzte Tage. «J'irais pas au Japon», sagt Yuki. Und die Mädchen hauen einfach ab. Zuerst sieht man sie sich in der Stadt bewegen, dann gehen sie in den Wald. Der ist nicht französisch, nicht zivilisiert, sondern japanisch oder rousseauistisch: ein Ort der Geborgenheit, ein Zurück zur Natur. Yuki & Nina ist eine Geschichte, ein Märchen fast, über Fremdheit und Grenzüberschreitung. Wenn der Film eine Moral hat, dann die, Kinder und ihre Erfahrungen ernst zu nehmen, nicht zu verkindlichen, und die, dass Kinder sich trennen müssen von Eltern, auch um deretwillen. (Rüdiger Suchsland)