Striche ziehen.

V'15

Striche ziehen.

Drawing A Line.

Gerd Kroske
D, 2014
Dokumentarfilme, 100min, OmeU

© Viennale © Viennale © Viennale

Striche ziehen.

Gerd Kroske
D, 2014
Dokumentarfilme, 100min, OmeU

Drehbuch: 
Gerd Kroske
Ton: 
Marc Meusinger
Sylvia Grabe
Helge Haack
Kamera: 
Anne Misselwitz
Schnitt: 
Karin Gerda Schöning
Musik: 
Klaus Janek

Produktion: 
realistfilm
MDR
rbb
Weltvertrieb: 
Deckert Distribution
Format: 
DCP
Farbe und Schwarz/Weiß

Die Punkszene im Weimar der Achtzigerjahre war ein kleines Biotop des Widerstands gegen die allmächtigen Strukturen des DDR-Staates. Eine Gruppe verschworener Freunde, die im Keller Musik machten, sich die Haare wachsen ließen und nachts sprayten – «Macht aus dem Staat Gurkensalat». Bis einer seine Freunde der Stasi auslieferte. 30 Jahre später stellen ihn der Film, seine alten Freunde und nicht zuletzt sein eigener Bruder, den er verraten hat, zur Rede. Das Vergangene ist nicht vergangen und die Wunden nicht verheilt. Davon spricht Kroskes Film, nicht inquisitorisch, sondern in einer zärtlichen Weise, traurig und fest zugleich.

In Anwesenheit von Gerd Kroske.

Gerd Kroske
Geboren 1958 in Dessau, DDR. Lehre als Betonwerker und Telegrammbote sowie Arbeit im Bereich Jugendkultur. Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin und an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Von 1987 bis 1991 Arbeit als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio. Eigene Regiearbeiten ab 1989. Seit 1991 freischaffender Autor und Regisseur. Filme (Auswahl): LEIPZIG IM HERBST (1989), LA VILLETTE (1990), GALERA (1997), KEHREIN, KEHRAUS (1997), DER BOXPRINZ (2000, Viennale 2000), AUTOBAHN OST (2004), DIE STUNDENEICHE (2006), WOLLIS PARADIES (2008, Viennale 08)