Sansho dayu

V' 17

Sansho dayu

Ein Leben ohne Freiheit

Mizuguchi Kenji
Japan, 1954
124min, OmdU

Quelle: Filmarchiv Austria Bild: Sammlung Österreichisches Filmmuseum

Sansho dayu

Mizuguchi Kenji
Japan, 1954
, 124min, OmdU

Mit: 
Tanaka Kinuyo
Tamaki
Hanayagi Yoshiaki
Zushiô
Kagawa Kyoko
Anju
Sugai Ishirô
Minister of Justice
Drehbuch: 
Yoda Yoshikata
Fuji Yahiro
based on a story by Ogai Mori
Ton: 
Otani Iwao
Kamera: 
Miyagawa Kazuo
Schnitt: 
Miyata Itsuzo
Musik: 
Hayasaka Fumio
Ausstattung: 
Yamamoto Uichiro
Kostüm: 
Ueno Yoshio

Produktion: 
Kadokawa Corporation
Schwarz/Weiß
Mit freundlicher Unterstützung des Japanischen Kulturinstituts Köln

Ein meisterhaftes Beispiel der Goldenen Zeit des 35mm-Schwarzweiß-Films – angesichts dessen es kaum vorstellbar ist, dass sich das Publikum nach Farbe im Kino gesehnt haben soll. Was, wenn der Farbfilm und alle folgenden Entwicklungen hin zu (vermeintlich) mehr Realismus die hohe Kunst der Kinematografie letztlich zu nichts als zu mehr Verblendung geführt haben? Mizoguchi (1898–1956) erzählt in seinem im 11. Jahrhundert angesiedelten sozialkritischen Melodrama nach einem Roman von Mori Ogai die Geschichte eines in Ungnade gefallenen hohen Beamten, seiner Frau und ihrer beider Kinder, die in die Gewalt von Sklavenhändlern geraten. Eine ergreifende Anklage gegen Unterdrückung und Gewalt in geradezu schmerzhaft schönen Bildern.

 

Mizoguchi Kenji
Geboren 1898 in Tokio, einer der einflussreichsten Filmemacher der Geschichte. Dreht über 90 Filme, darunter DIE SCHWESTERN VON GION (1936), DAS LEBEN DER FRAU OHARU (1952), UGETSU (1953). Die Viennale widmet ihm 1998 eine Hommage. Mizoguchi stirbt 1956 in Kyôto.