ROMA WA LA N'TOUMA

V'07

ROMA WA LA N'TOUMA

ROME RATHER THAN YOU

Tariq Teguia
Algerien/F/D, 2006
Spielfilme, 111min, OmeU

ROMA WA LA N'TOUMA

Tariq Teguia
Algerien/F/D, 2006
Spielfilme, 111min, OmeU

Mit: 
Samira Kaddour
Zina
Rachid Amrani
Kamel
Ahmed Benaissa
Polizist
Kader Affak
Malek
Rabie Azzabi
erster junger Mann
Lali Maloufi
Merzak
Fethis Ghares
zweiter junger Mann
Moustapha Benchaib
Mahmoud
Khaddra Boudedhane
Zinas Mutter
Drehbuch: 
Tariq Teguia
Ton: 
Corinne Gigon
Kader Affak
Kamera: 
Nasser Medjkane
Hacène Aît Kaci
Schnitt: 
Andrée Davanture
Rodolphe Molla
Musik: 
El Hachemi el Kerfaoui Tchamba
Cheb Azzedine
Archie Shepp
Ornette Coleman

Produktion: 
Neffa Films 71 rue du Colonel Si M'Hamed, Ain Benian 16202 Algier, Algerien T 62 09 65 00 neffafilms@hotmail.com
Weltvertrieb: 
Neffa Films 71 rue du Colonel Si M'Hamed, Ain Benian 16202 Algier, Algerien T 62 09 65 00 neffafilms@hotmail.com
Format: 
35 mm
Farbe

Kamel und Zina leben in Algerien zwischen Angst vor islamischen Fundamentalisten und Polizeigewalt. Kamel hofft, in Italien sein Glück zu finden, doch um das Land verlassen zu können, muss er sich zunächst gefälschte Papiere besorgen. Gemeinsam mit Zina macht er sich auf den Weg durch die Vororte von Algier, um die Reise nach dem vermeintlichen Glück antreten zu können. Im Verlauf der Wanderung rücken die Stadt selbst und ihre Bewohner zunehmend ins Zentrum des Films. Verschiedene Hinweise deuten darauf hin, dass die Handlung in den 90er Jahren spielt, dem «schwarzen Jahrzehnt» Algeriens: die Ausgangssperre, ein Zeitungsbericht über das Massaker von Sidi Rais im August 1997, die Erwähnung des jungen Sängers Cheb Hasni, der 1994 von den Islamisten ermordet wurde, der Druck religiöser Traktate, eine Anspielung auf Bomben im Bus. Und doch vermeidet Tariq Teguia eine exakte zeitliche Bestimmung, sondern lässt im Gegenteil die Aktualität des Geschehens spürbar werden: Der Boulevard Télemly, der nahe Hafen oder der Strand von El Djemila sind so dargestellt, als müsse man sie heute verlassen, als ob in der Finsternis Morde und anrüchige Machenschaften immer noch an der Tagesordnung wären, bis hin zum fatalen Willkürakt einer Hinrichtung im vollen Sonnenlicht. Teguia gelingt es, mit der Langsamkeit, der Verknappung der Dialoge und dem Spiel mit Stille und Ton eine ganz besondere Stimmung wiederzugeben. (Roland Cosandey) Tariq Teguia calls his debut feature «a slow-motion road movie», but it is a road movie only in the abstract. Much of the travel takes place on streets without names or numbers and through a maze of buildings - a symbolic dead end. Short asides into the lives of Islamic fundamentalists and other would-be emigrants limn Algeria's dire situation and underline the desperation behind Kamel's desire to leave. Yet even as the pair's languid odyssey grows ever more quixotic, the drama never quite slips into tragedy, buoyed on by the lovers' uncomplaining acceptance of whatever fate throws them and an embrace of life that contains the possibility of a brighter future. (Pam Grady)