THEY SHOOT HORSES, DON'T THEY?

V'07

THEY SHOOT HORSES, DON'T THEY?

Sydney Pollack
USA, 1969
Spielfilme, 120min, OF

THEY SHOOT HORSES, DON'T THEY?

Sydney Pollack
USA, 1969
Spielfilme, 120min, OF

Mit: 
Jane Fonda
Gloria Beatty
Michael Sarrazin
Robert Syverton
Susannah York
Alice
Gig Young
Rocky
Red Buttons
Matrose
Bonnie Bedelia
Ruby
Michael Conrad
Rollo
Bruce Dern
James
Al Lewis
Turkey
Robert Fields
Joel
Severn Darden
Cecil
Drehbuch: 
James Poe und Robert E. Thompson nach dem Roman von Horace McCoy
Ton: 
Tom Overton
Kamera: 
Philip H. Lathrop
Schnitt: 
Fredric Steinkamp
Musik: 
Frank Eyton
Jay Gorney
Johnny Green
E.Y. Harburg
Ausstattung: 
Harry Horner
Kostüm: 
Donfeld

Produktion: 
American Broadcasting Company (ABC)
Weltvertrieb: 
The Walt Disney Company 350 South Buena Vista Street Burbank, 91521 California, USA T 818 560 2000
Format: 
35 mm
Farbe

Los Angeles, 1932. Das Land steckt in der Weltwirtschaftskrise, und die Menschen sind über jede Gelegenheit froh, irgendwo Geld verdienen zu können. So kommen etwa Marathon-Tanzveranstaltungen in Mode, bei denen Paare tage- und wochenlang tanzen. Während des Turniers erhalten sie freie Verpflegung, und jenes Paar, das zuletzt am Parkett bleibt, bekommt einen attraktiven Geldpreis. Bei einem Turnier in einem billigen Vergnügungsschuppen geht es um 1.500 Dollar. Als Hauptregel gilt: Sobald ein Paar mehr als zehn Sekunden mit dem Tanzen aussetzt, wird es disqualifiziert. Zusammenbrüche und Erschöpfungszustände gibt es reihenweise, dennoch ist der Andrang groß: Ruby lässt sich trotz einer Schwangerschaft nicht von der Teilnahme abhalten, Alice und Joe träumen von einer Schauspielkarriere, während Gloria und Robert, die eigentlich gar kein Paar sind, nur zufällig zusammen tanzen. Doch da erfährt Gloria, dass alle Quälerei umsonst ist: Auch wenn sie als Sieger vom Platz gehen sollten, das Preisgeld ist durch angebliche Spesen - für zertanzte Schuhe, für Essen und Trinken - aufgezehrt. Gloria ist psychisch und physisch am Ende. Sie bittet Robert, sie zu erschießen - um den «Gnadenschuss, den man ja auch Pferden gewährt». Pollack hat McCoys Studie der vor Armut schon Schwachsinnigen genau ins Filmische übertragen. Er hat die Geschichte ohne Kompromisse nacherzählt, hat auch die geringste Spur von Hollywood-Glamour vermieden. Er zeichnet ein unbarmherziges Bild der 30er Jahre. Grausam, aber wahr. (Vincent Canby, «New York Times», 1969)