RAJA

V'03

RAJA

Jacques Doillon
F/Marokko, 2003
Spielfilme, 112min, OmdU

RAJA

Jacques Doillon
F/Marokko, 2003
Spielfilme, 112min, OmdU

Mit: 
Pascal Greggory
der Franzose
Najat Benssallem
Raja
Zineb Ouchita
Kusine
Ahmed Akensouss
Ahmed
Drehbuch: 
Jacques Doillon
Ton: 
Brigitte Taillandier
Kamera: 
Hélène Louvart
Schnitt: 
Gladis Joujou
Musik: 
Philippe Sarde
Kostüm: 
Emma Bellocq

Produktion: 
Les Films du Losange 22 avenue Pierre 1er de Serbie 75116 Paris, Frankreich T 1 44 43 87 24
Weltvertrieb: 
Les Films du Losange 22 avenue Pierre 1er de Serbie 75116 Paris, Frankreich T 1 44 43 87 24 d.elstner@filmsdulosange.fr
Verleih in Österreich: 
NEF Filmproduktion und Vertrieb Widenmayerstraße 4 80469 München, Deutschland T 89 29 79 22 nef@antheafilm.de
Format: 
35 mm
Farbe

Jacques Doillon, der immer schon einen genauen Blick für die Rituale der Jugend und des Erwachsenwerdens besaß, erzählt eine Geschichte aus Marokko, von einer jungen Frau und ihrem französischen Arbeitgeber, in der die ganze Palette von erotischer Anziehung, gesellschaftlichen Unterschieden und unvereinbarer Mentalität durchgespielt wird. Der Franzose, der vor Beziehungsproblemen in sein Anwesen in Marrakesch geflohen ist, hat ein Auge auf eines der Mädchen geworfen, die in seinem Garten arbeiten, Raja. Eigentlich will er nur Sex, aber ehe er es sich versieht, kommt etwas anderes ins Spiel, Gefühle, die man kaum Liebe nennen kann, die aber über die Begierde hinausgehen. Raja hingegen weiß zwar kaum, wie sie der Zuneigung des älteren Mannes begegnen soll, scheint aber dennoch entschlossen, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen, ihrem Freund, ihrer Herkunft, ihrem Elend zu entkommen. So entspinnt sich ein komplexes Geflecht von Abhängigkeit und Schüchternheit, Eitelkeit und Verzweiflung, Flucht und Entgegenkommen. Dass die fröhliche Unschuld der Mädchen mit einem eher pragmatischen Verhältnis zur Sexualität gepaart sein könnte, entzieht sich dem selbstgefälligen Franzosen, der glaubt, mit Geld ließe sich alles lösen. Immer tiefer verstricken sich die beiden in einer Choreografie von Miss-verständnissen, die von zarten Gefühlen und brutaler Nüchternheit zugleich lebt. So können eben nur die Franzosen von der Liebe erzählen. (Michael Althen)