LYNCH

V'07

LYNCH

Blackandwhite
USA/DK, 2007
Dokumentarfilme, 84min, eOF

LYNCH

Blackandwhite
USA/DK, 2007
Dokumentarfilme, 84min, eOF

Mit: 
David Lynch
Ton: 
Peter Shultz
Kamera: 
Morten Soborg
Jason S.
Schnitt: 
Blackandwhite
Musik: 
Sune Martin

Produktion: 
Absurda sales@absurda.net
Weltvertrieb: 
Absurda sales@absurda.net
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe und Schwarz/Weiß

David Lynch gilt als Meister des filmischen Albtraums, seit er 1977 mit Eraserhead eines der surrealsten, fiebrigsten Werke der Kinogeschichte inszenierte. The Elephant Man und Blue Velvet sorgten bei Publikum und Kritik für Aufregung, seine TV-Serie Twin Peaks gilt heute als Meilenstein der Fernsehgeschichte. Der unter dem Pseudonym blackANDwhite arbeitende Regisseur hat zwei Jahre im Haus von Lynch gelebt, hat den komplexen und oft wirren Entstehungsprozess von David Lynchs jüngster Arbeit Inland Empire verfolgt und dokumentiert. Lynch zeigt den Künstler beim Malen, beim Bestücken seiner Website, beim Wüten auf dem Set und immer wieder beim zielgerichteten Erzählen. Dabei steht außer Frage, wer sich hier inszeniert und produziert: Der gesamte Film, bis hin zur Montage, ist purster Lynch, wunderbar in der zelebrierten Schönheit des hintergründig Hässlichen, packend in seiner konsequenten Ästhetik, erschreckend in seiner ungeschminkten Offenheit. David Lynch hat nicht das geringste Problem damit, seine gelegentliche Ratlosigkeit und seine punktuell aberwitzige Entschlossenheit zur Schau zu stellen: Alles ist Teil des künstlerischen Prozesses, bis hin zur transzendentalen Meditation, die der Meister praktiziert. (Filmfestival Locarno) Die Welt dieses Mannes besteht aus Wetterprognosen, die er jeden Tag über seine Website durchgibt, und auch aus einer unschlüssigen Zerstörungswut am Set. Arbeits-tier und Perfektionist, schreit er am Set, ein «fucking» entfleucht gerne seinen Lippen, summende Lampen treiben ihn in den Wahn, Unpünktlichkeit und Unwahrheiten machen ihn krank. Doch seine Hintergrundmotive bleiben auch in diesem Film unklar, denn Lynch gibt die Faszination, die von David Lynch ausgeht, nicht preis, verdeutlicht weder Motive noch Gedanken für die Außenwelt. Regisseur blackANDwhite steht übrigens keineswegs für Lynch, sondern für einen seiner langjährigen Schüler. (Stefanie Schneider)