LEONERA

V'08

LEONERA

LION'S DEN

Pablo Trapero
Argentinien/Südkorea/Brasilien, 2008
Spielfilme, 113min, OmeU

LEONERA

Pablo Trapero
Argentinien/Südkorea/Brasilien, 2008
Spielfilme, 113min, OmeU

Mit: 
Martina Gusman
Julia
Elli Medeiros
Sofia
Rodrigo Santoro
Ramiro
Drehbuch: 
Alejandro Fadel
Martín Mauregui
Santiago Mitre
Pablo Trapero
Ton: 
Federico Esquerro
Kamera: 
Guillermo Nieto
Schnitt: 
Ezequiel Borovinsky
Ausstattung: 
Graciela Oderigo
Kostüm: 
Marisa Urruti

Produktion: 
Matanza Cine Medrano 1314 1179 Buenos Aires, Argentinien T 11 4861 40 06 info@matanzacine.com.ar
Weltvertrieb: 
Finecut Suite 636, Daewoo I-ville Myungmoonga 891-23 Gangnam-gu 135-280 Seoul, Südkorea T 2 569 8777 cineinfo@finecut.co.kr
Verleih in Österreich: 
Filmladen Mariahilfer Straße 58/7 1070 Wien T 1 523 43 62 0 office@filmladen.at
Format: 
35 mm
Farbe

Julia, eine 26-jährige Argentinierin, ist seit einigen Wochen schwanger, als sie neben zwei blutverschmierten Männern in ihrer Wohnung erwacht. Einer ist tot, der andere schwer verletzt; einer der beiden ist der Vater ihres Kindes. Julia kann sich nicht an die Umstände des Mordes erinnern und kommt in ein spezielles Gefängnis für junge Mütter, wo sie die Gerichtsverhandlung abwartet und ihren Sohn Tomás zur Welt bringt. Als Julia verurteilt wird, weiß sie, dass sie Tomás nur bis zu seinem vierten Lebensjahr bei sich wird behalten können. Doch trotz des Freiheitsentzuges erlebt sie, umgeben von Schicksalsgenossinnen, wahre Momente des Glücks mit ihm. Eines Tages kommt Julias Mutter, die in Frankreich lebt, um den Jungen abzuholen. Julia, durch die Trennung zutiefst verstört, setzt alles daran, Tomás wiederzubekommen. Pablo Trapero beobachtet den Verhaltenskodex einer Gemeinschaft, die eher einer Großfamilie oder einer Dorfgemeinschaft gleichkommt: ein Leben, dessen Rhythmus vom Stillen, Windelwechseln, den Geburtsvorbereitungskursen und dem Besuch der Gefängniskrippe bestimmt wird, wo die Frauen durch das ansteckende Weinen der Neugeborenen aufeinander angewiesen sind und wo das vierte Lebensjahr des Kindes als furchterregende Frist empfunden wird. Die wirkliche Familie wird dort sogar zur Bedrohung. Doch Leonera ist mehr als eine Schilderung von Lebensumständen, es ist vor allem das Porträt einer einzelnen Frau, Julia, der «Löwin» des Filmtitels. Es stützt sich auf die schauspielerische Leistung von Martina Gusman mit ihrem Sphinxgesicht, mal robust, trotzig und rasend vor Wut, dann wieder verloren und zerbrechlich. Eine Offenbarung. (Delphine Valloire)