I AM JOSH POLONSKI'S BROTHER

V'01

I AM JOSH POLONSKI'S BROTHER

Raphael Nadjari
USA/Frankreich, 2001
Spielfilme, 85min, OF

I AM JOSH POLONSKI'S BROTHER

Raphael Nadjari
USA/Frankreich, 2001
Spielfilme, 85min, OF

Mit: 
Richard Edson
Abe
Jeff Ware
Ben
Meg Hartig
Jill
Arnold Barkus
Josh
Yvan Martin
Igor
Etta Barkus
Mutter
Drehbuch: 
Raphael Nadjari
Ton: 
Nicolas Mazet
Chen Harpaz
Kamera: 
Laurent Brunet
Schnitt: 
Tom Donahue
Musik: 
Jean-Pierre Sluys
Vincent Segal
Ausstattung: 
Sean Foley

Produktion: 
Framed Inc. 163 Third Avenue, PMB #170 New York, NY 10003, USA T 212 713 5719 info@framedfilms.com
Weltvertrieb: 
MK2 Diffusion 55 rue Traversière 75012 Paris, Frankreich T 1 44 67 30 80 F 1 43 44 20 18
Format: 
35 mm
Farbe
35 mm/1:1,66/Farbe

Josh Polonski ist tot. Am hellichten Tag vor den Augen seines Bruders Abe auf der Straße erschossen. Abe, ein solider Familienvater, beginnt Nachforschungen und findet heraus, dass Josh eine Art Doppelleben führte. Bei seiner Spurensuche gerät auch Abe in den Sog des kostspieligen Halbwelt-Lebensstils, der Josh das Leben kostete. I Am Josh Polonski ' s Brother ist ein New-York-Film, der ausschließlich in ethnischen Communities spielt: in der osteuropäisch-jüdisch dominierten Lower East Side, in Spanish Harlem und in einem von russischen Mafiosi kontrollierten Nachtclub. Abe Polonski hetzt durch die verschiedenen Welten, verfolgt von einer unruhigen Kamera, der die kaum eingefangenen Bilder gleich wieder zu entgleiten drohen. Der Regisseur Raphaël Nadjari hat diesen Low-Budget-Film im Super-8-Format gedreht, das nun auf 35mm aufgeblasen wurde. Dadurch sind die Bilder grobkörnig und wirken schmuddelig. Das Provisorische des technischen Verfahrens entspricht jedoch dem Gegenstand des Films: Auch Abes Leben ist zum Provisorium geworden. (Daniela Sannwald) Ich strebte die Spontaneität der B-Movies an, wollte mich den Menschen, die in meiner Geschichte leben, auf dokumentarische Weise nähern. Ich traf Stripperinnen und Rabbiner. Diese unterschiedlichen Bevölkerungsschichten verliehen meinen Charakteren Authentizität und Menschlichkeit. Ich betrachtete die Welt durch die Augen der Figuren meiner Geschichte und suchte nach der Unmittelbarkeit, der Flüchtigkeit, der Notwendigkeit des Augenblicks. Die Geschichte dieses Films ist zugleich auch die seiner Entstehung. In jedem einzelnen Bild scheint die grobkörnige, schmutzige, zerbrechliche, jederzeit zur Explosion bereite Wirklichkeit durch, die der erzählten Handlung, der Darstellung, dem Filmschnitt und auch dem Filmmaterial entspricht. Jeden Tag verlor ich diesen Film, dann bekam ich ihn wieder zu fassen. (Raphaël Nadjari)