DAVID CRONENBERG - I HAVE TO MAKE THE WORD BE FLESH

V'99

DAVID CRONENBERG - I HAVE TO MAKE THE WORD BE FLESH

André S. Labarthe
F, 1999
Dokumentarfilme, 68min,

DAVID CRONENBERG - I HAVE TO MAKE THE WORD BE FLESH

André S. Labarthe
F, 1999
Dokumentarfilme, 68min,

Mit: 
Interviews
Serge Grünberg
Drehbuch: 
André S. Labarthe
Ton: 
Jean Minondo
Kamera: 
Pascal Caubere
Kevin Neshevich
Schnitt: 
Danielle Anezin
Thierry Demay

Produktion: 
AMIP
Weltvertrieb: 
Doc and Co
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe
Aus der Reihe: CINEMA, DE NOTRE TEMPS

Eine Woche lang stellte sich David Cronenberg jeden Tag zwei Stunden lang den Fragen von Serge Grünberg. Die Dreharbeiten fanden in einem Raum mit einer Dreiecksanordnung statt: zum einen Cronenberg, zum anderen Grünberg, und dann noch zwei Monitore, auf denen ununterbrochen Cronenbergs Filme liefen. So konnte sich die Kamera in jeder Phase von einem Gesicht zum anderen bewegen oder sich auf einen der Monitore richten, um den Filmausschnitt zu finden, der am besten zum Gespräch paßte. Der Film trägt als Untertitel einen Satz von Cronenberg, den man als sein Glaubensbekenntnis nehmen könnte: "l have to make the word be flesh." Der Film berührt die Themen, die dem Regisseur wichtig sind: der Körper und seine Verwandlungen,
die Sexualität und ihre Verdrängung, das Fleisch und seine Wahrheit.
Der Ausdruck "biologischer Horror", der oft auf meine Arbeit angewendet wird, bezieht sich auf die Tatsache, daß meine Filme sehr körperbewußt sind. Sie sind sich der physischen Existenz als lebendiger Organismus bewußt, im Unterschied zu anderen Horror- oder Science-Fiction-Filmen, die sehr technologsich orientiert sind oder sich mit dem Übernatürlichen befassen; sie sind in gewissem Sinn "ent-körpert". Ich war nie religiös in dem Sinne, daß ich an einen Gott, an eine externe Struktur glaubte, universell wie kosmisch, die den Menschen aufgezwungen ist. Ich dachte immer, zuerst unbewußt und dann bewußt, daß wir unser eigenes Universum geschaffen haben. Daher kommt auch alles, was darin falsch ist, aus uns selbst. Das führt natürlich, wenn man sich mit Horror beschäftigt, zu dem Gefühl, daß auch dieser aus dem Inneren des Menschen kommt. (David Cronenberg)