CROSSING THE LINE

V'07

CROSSING THE LINE

Daniel Gordon
GB/Nordkorea, 2006
Dokumentarfilme, 90min, OmeU

CROSSING THE LINE

Daniel Gordon
GB/Nordkorea, 2006
Dokumentarfilme, 90min, OmeU

Mit: 
Stimme
Christian Slater
Drehbuch: 
Daniel Gordon
Ton: 
Steve Haywood
Kamera: 
Nick Bennet
Schnitt: 
Peter Haddon
Musik: 
Craig Amstrong
Sister Bliss
Heather Fenoughty

Produktion: 
VeryMuchSo Productions 8 Stretton Road Sheffield, S11 8UQ, Großbritannien T 114 266 7050 info@verymuchso.co.uk
Weltvertrieb: 
E Pictures 1824 San Jacinto Street Los Angeles, CA 90026, USA T 323 284 5076 yipaul@gmail.com
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe und Schwarz/Weiß

Zwischen 1962 und 1965, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, desertierten vier US-Soldaten, die in der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea als Grenzposten ihren Dienst taten, in den kommunistischen Norden. Einer von ihnen, James Joseph Dresnok, lebt noch heute in Nordkorea. Seit 1962 hat er keinen Kontakt mehr zum Ausland. In Crossing the Line erzählt er erstmals seine Geschichte. Am 15. August 1962 geht James Dresnok am helllichten Tag über die Grenze. Die Aufregung muss dabei auf beiden Seiten gleich groß gewesen sein. Dresnok hat Glück. Er wird nicht gleich erschossen, sondern gefangen genommen, verhört und schließlich mit zwei anderen US-Deserteuren in einem Haus untergebracht: Larry Allan Abshier, Jerry Wayne Parrish und eben Dresnok waren innerhalb von 18 Monaten zum kommunistischen Feind übergelaufen. Alle drei seien Soldaten niederen Ranges gewesen, die aus zerrütteten Familien stammten und sich dem Leben beim Militär nicht anpassen konnten, heißt es zitierend im Film. 1965 folgte als letzter Charles Robert Jenkins - für die US-Regierung eine ungeheuerliche Blamage. Daniel Gordon hat Dresnok mehrmals in Nordkorea besucht und lässt sowohl ihn, als auch seine Verwandten in den USA, ehemalige Vorgesetzte und Militärkollegen zu Wort kommen, sowie originale Film- und Tondokumente für sich sprechen. Obwohl Dresnok, der mit seiner Familie in einer Diktatur lebt, nicht wirklich frei reden konnte, ergibt sich dennoch ein differenziertes Porträt eines ungewöhnlichen Schicksals und ein interessanter Einblick in eine nahezu unbekannte Gesellschaft. Gordon blättert ein nahezu unbekanntes und hochspannendes Kapitel des Kalten Krieges auf. (Heidi Spirk)