CARRIE

V'02

CARRIE

Brian De Palma
USA, 1976
98min, OmdU

CARRIE

Brian De Palma
USA, 1976
, 98min, OmdU

Mit: 
Sissy Spacek
Carrie White
Piper Laurie
Margaret White
Amy Irving
Sue Snell
William Katt
Tommy Ross
John Travolta
Billy Nolan
Nancy Allen
Chris Hargenson
Betty Buckley
Miss Collins
P. J. Soles
Norma Watson
Priscilla Pointer
Mrs. Snell
Stephen Gienash
Mr. Morton
Sydney Lassick
Mr. Fromm
Michael Talbot
Freddy
Mit: 
Special Effects
Gregory M. Auer
Drehbuch: 
Lawrence D. Cohen nach dem Roman von Stephen King
Ton: 
Dan Sable
Kamera: 
Mario Tosi
Schnitt: 
Paul Hirsch
Musik: 
Pino Donaggio
Ausstattung: 
Jack Fisk
William J. Kenney
Kostüm: 
Rosanna Norton

Produktion: 
Red Band Films/United Artists
Weltvertrieb: 
MGM United Artists 2500 Broadway Street Santa Monica, CA 90404 T 310 449 3802 F 310 449 3069
Verleih in Österreich: 
abc-films Postfach 457, 8011 Graz T 676 414 44 11 ngri@eunet.at
Format: 
35 mm
Farbe

Brian De Palma führte Regie bei dieser schaurigen Adaption von Stephen Kings Horror-Bestseller. Sissy Spacek spielt Carrie White, behütete Tochter einer religiösen Fanatikerin und soziale Außenseiterin, die von ihren grausamen, rücksichtslosen Schulkameraden gequält wird. Als es ihr unbewusst gelingt, durch ihren angestauten Zorn telekinetische Kräfte freizusetzen, ist die Schule im wahrsten Sinne des Wortes für immer aus. Der Höhepunkt des Films, von De Palma beklemmend bei einer Tanzveranstaltung in der Schulturnhalle inszeniert, bleibt einem noch lange in Erinnerung, auch wenn der Film hauptsächlich von Sissy Spaceks bemerkenswerter Performance und Piper Lauries abseitig unheimlicher Darstellung getragen wird. John Travolta spielt eine kleine Rolle als Schlägertyp, und De Palmas spätere Ehefrau, Nancy Allen, spielt dessen Freundin. Amy Irving gibt ihr Leinwanddebüt als eines der Mädchen, die Carrie das Leben schwer machen. (Tom Keogh) Nach Stephen Kings Debütroman wandelt Brian De Palma die Geschichte von Carrie, dem telekinetisch begabten Mädchen in repressiver Highschool-Umgebung (Piper Laurie als bigotte Mutter, niederträchtige Schüler) in eine satirisch zugespitzte Horrorarbeit über jugendliche Ängste und filmische Mittel. Wie bei Godard kreiseln die Primärfarben, ein Eimer Schweineblut malt das Rot der Apokalypse auf die Leinwand und davor amüsiert sich De Palma prächtig mit adoleszenter Bösartigkeit und Over-the-top-Verdichtung der Höhepunkte die Resultate zielen, wie so oft bei De Palma, einzig auf die Emotionen, das aber mit Verve. (Christoph Huber)