AMERICAN SPLENDOR

V'03

AMERICAN SPLENDOR

Shari Springer Berman, Robert Pulcini
USA, 2003
Spielfilme, 100min, OmdU

AMERICAN SPLENDOR

Shari Springer Berman, Robert Pulcini
USA, 2003
Spielfilme, 100min, OmdU

Mit: 
Paul Giamatti
Harvey Pekar
Harvey Pekar
als er selbst
Shari Springer Berman
Reporterin
Earl Billings
Mr. Boats
James Urbaniak
Robert Crumb
Drehbuch: 
Shari Springer Berman
Robert Pulcini nach der Comic-Serie «American Splendor» von Harvey Pekar und «Our Cancer Year» von Joyce Brabner
Ton: 
Whit Norris
Kamera: 
Terry Stacey
Schnitt: 
Robert Pulcini
Musik: 
Mark Suozzo
Ausstattung: 
Thérèse Deprez
Kostüm: 
Michael Wilkinson

Produktion: 
Good Machine/HBO 2049 Century Park East Los Angeles, CA 90067, USA T 310 201 9536
Weltvertrieb: 
HBO Films London Warner House 98 Theobalds Road WC1X 8WB London, Großbritannien T 20 7984 5051, rosabosch@hbo.com
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih Margaretenstraße 78, 1050 Wien T 1 581 39 00 20 polyfilm@polyfilm.at
Format: 
35 mm
Farbe

Harvey Pekar lebt in Cleveland, arbeitet in der Verwaltung des örtlichen Krankenhauses und hadert häufig mit sich und der Welt. Harvey Pekar verfügt aber auch über einen kaum zu bändigenden Sammeltrieb. Er hortet seit seiner Jugend Jazz-Platten, Platten überhaupt, und Comics, vor allem Comics. Als er eines Tages den ähnlich zurückgezogen lebenden Robert Crumb auf einem Flohmarkt kennen lernt, ist dies für ihn die Initiation. Er zeigt Crumb seine Strichmännchencomics, Crumb ist begeistert. Harvey liefert in der Folge die Geschichten, Crumb illustriert, die «American Splendor»-Comic-Reihe ist geboren. So weit so gut, und natürlich kümmert sich der Film auch um diese ganz persönliche Erfolgsstory. Viel wichtiger ist Springer Berman und Pulcini jedoch die private Person Harvey Pekar, seine stoische, manchmal vielleicht ein wenig pubertäre Weltanschauung, die Unzufriedenheit mit sich selbst und der daraus resultierende Hass auf alles, was auch nur ansatzweise im Verdacht steht, Yuppie-Lifestyle-kompatibel zu sein. Seine Probleme mit den Frauen, seine skurrilen Freunde, all die Verfehlungen, Unzulänglichkeiten und depressiven Zustände. Der Film changiert stilistisch zwischen klassischer Dokumentation und inszeniertem Spielfilm. Neben Interviewsequenzen mit Pekar selbst und altem Archivmaterial, etwa vom Eklat während der «Late Night Show», machen die inszenierten Spielfilmteile das Gros des Films aus. Mit Paul Giamatti ist Pekar ideal besetzt. Im Verlauf des Films heben sich in der subjektiven Wahrnehmung die verschiedenen Ebenen auf, werden Pekar und Giamatti zu ein und derselben Person. Hilfreich ist dabei sicherlich die physische Ähnlichkeit der beiden Männer, wichtiger jedoch die darstellerische Präsenz, Giamattis Authentizität. Am Ende hat man beide ins Herz geschlossen, und man liebt diesen Film. (Thomas Reuthebuch)