24 Okt 2024

DAILY: Tag 8, 24. Oktober 2024

Gartenbaukino

In unseren VIENNALE DAILIES werden Sie täglich zum Geschehen rund um das Festival informiert!

I just try to make movies that respect the intelligence of the audience. Respect that they understand that the narrator is always unreliable and respect that they understand that the medium can do whatever it wants.

(Guy Maddin)

FILMTIPPS FÜR HEUTE 
Image of movie Bona

BONA 
R: Lino Brocka | Philippinen 1980 | 88 min | OmeU

Donnerstag, 24. Oktober, 15.30 Uhr: STADTKINO IM KÜNSTLERHAUS

Bona, eine junge Frau aus gutem Hause, entwickelt eine ungesunde Leidenschaft für den eher mittelmäßigen Action-Darsteller Gardo. Sie verlässt ihr behütetes Heim, dient sich ihm als – buchstäblich – „Mädchen für alles“ an und wird zu seiner unbedankten Sklavin. Als dann aber der zunehmend gelangweilte Gardo versucht, sie loszuwerden, reagiert Bona mit überraschender Heftigkeit. BONA zählt zu Brockas besten und beliebtesten Filmen und wurde vielfach als Parabel auf die koloniale Geschichte der Philippinen gelesen. In der Titelrolle agiert Star-Schauspielerin Nora Aunor, die für ihr Porträt einer Geschundenen, die sich wehrt, mit dem Gaward Urian Award ausgezeichnet wurde. (Nada Torucar)

Image of movie Tae

TAE (LIFE LINE)
R: Hah Myung-joong | Südkorea 1986 | 104 min | OmeU

Donnerstag, 24. Oktober, 13.30 Uhr: METRO, HISTORISCHER SAAL

Die im Vorspann erwähnte japanische Okkupation kondensiert der Film in eine Geschichte von der koreanischen Insel Nakwol. Der reiche Choi und seine Clique beuten – mit willfähriger Hilfe einer Schamanin und in Kollaboration mit den Besatzern – die Bewohner Nakwols skrupellos aus. Immer mehr Menschen versuchen verzweifelt zu fliehen, während sich um den Fischer Jong-cheon und seine Geliebte Gwi-deok Widerstand formiert. Symbiotisch verbunden mit ihrer Insel, sind sie nicht bereit, ihre Heimat aufzugeben. Archaisch-schöne Bilder von Himmel, Land und Meer beharren eindrücklich auf der Unbesiegbarkeit einer machtvollen Natur und jener Menschen, die sich ihr anvertrauen. (Barbara Kronsfoth) 

Image of movie Mondongo I: Mondongo - El equilibrista

Mondongo I: Mondongo - El equilibrista
R: Mariano Llinás | Argentinien 2024 | 73 Min | OmeU

Donnerstag, 24. Oktober, 20.30 Uhr: METRO, ERIC PLESCOW SAAL

Seit 1999 arbeitet das in Buenos Aires basierte Künstler:innen-Kollektiv Mondongo (Kern: Juliana Laffitte und Manuel Mendanha) mit einer Vielfalt untypischer Materialien zwischen Skulptur und Malerei. Teil 1 von Llinás’ „Mondongo Triptych“ ist nun weit mehr als eine Monografie. Anlass ist ein Projekt des Kollektivs, in dem Johannes Ittens theoretisches Werk „Kunst der Farbe“ in eine kombinatorische Plastillin-Orgie verwandelt wird. Mit irrwitzigem Elan verwirbelt Llinás Zeitstränge, das Vorher und Nachher, lässt Hitchcock auf der Tonspur wuchern – und kündigt einen fantastischen Wettkampf an: Wird er oder werden Mondongo die bessere Itten-Interpretation abliefern? (Robert Weixlbaumer) 

In Anwesenheit von Mariano Llinás.

EINIGE UNSERER HEUTIGEN GÄSTE 
Kurdwin Ayub © Neven Allgeier
Kurdwin Ayub

Kurdwin Ayub
Regisseurin von
MOND

Florentina Holzinger und 
Andria Tayeh
Schauspielerinnen in
MOND

Patricia Mazuy
Regisseurin von
LA PRISONNIÈRE DE BORDEAUX

Roberto Minervini
Regisseur von
THE DAMNED

Paolo Benzi
Produzent von
THE DAMNED

Roberto Minervini
Roberto Minvervini
JETZT NEU: TEXTUR #7 – ROBERTO MINERVINI

Die siebte Ausgabe der fortlaufenden Publikationsserie TEXTUR ist dem in Italien geborenen und seit mehr als 20 Jahren in den USA ansässigen Regisseur Roberto Minervini gewidmet. Sanft changierend zwischen Spielfilm und Dokumentation setzen sich seine Filme mit sozialpolitischen Komplexitäten seiner Wahlheimat auseinander und interessieren sich für die Menschen, die ansonsten unsichtbar, marginalisiert oder ungehört bleiben. Neben einem großen Interview enthält der von Eva Sangiorgi und James Lattimer herausgegebene Band ein Gespräch zwischen dem italienischen Filmemacher Michelangelo Frammartino und Minervini, Texte von seiner Cutterin Marie-Hélène Dozo sowie von seinen Produzent:innen Paolo Benzi und Denise Ping Lee, exklusive Bilder, Skizzen und Notizen von seinen Filmdrehs sowie Beiträge von Mark Peranson, Payal Kapadia, Jessica Sarah Rinland, Rachael Rakes, Goffredo Fofi und Pablo Marín.

Ab heute sowohl an den Viennale-Kassen als auch ONLINE erhältlich!

Gartenbaukino
Albert Serra
GESPRÄCH MIT Albert Serra
I Don't Want To See This Anymore! The Immorality Of Images And "the Pain Of Others"

Viennale Zentralino: 18 Uhr

Kann ein Bild oder ein Film per se unmoralisch sein oder entsteht die Immoralität durch die Rezeption und Interpretation? Gibt es Kunst aufgrund von oder trotz moralischer Verpflichtung? Zwanzig Jahre nach Susan Sontags scharfer Analyse der affektiven Kraft des Bildes in ihrem Essay Regarding the Pain of Others hat sich der Diskurs über die Implikationen von Bildern verschärft. Mit welchen Fragen über Moral, Ethik und Verantwortung sehen sich Filmschaffende heute konfrontiert? Mit: Albert Serra (TARDES DE SOLEDAD
Moderation: Mark Peranson.

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PRESSESTIMMEN

Verlorene Liebe, geliebte Wiederholung

Letzter Aufruf! Viennale-Filme, die man nicht verpassen sollte

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