ZATOICHI

V'03

ZATOICHI

Kitano Takeshi
J, 2003
Spielfilme, 115min, OmeU

ZATOICHI

Kitano Takeshi
J, 2003
Spielfilme, 115min, OmeU

Mit: 
Kitano Takeshi
Zatoichi
Asano Tadanobu
Gennosuke Hattori
Daike Yuko
Okinu
Gatarukanaru Taka
Shinkichi
Ishikura Saburo
Ogiya
Kishibe Ittoku
Ginzô
Natsukawa Yui
Oshino
Ogusu Michiyo
Oume
Drehbuch: 
Kitano Takeshi nach einer Vorlage von Shimozawa Kan
Ton: 
Horiuchi Senji
Kamera: 
Yanagishima Katsumi
Schnitt: 
Kitano Takeshi
Ota Yoshinori
Musik: 
Suzuki Keiichi
Ausstattung: 
Isoda Norihiro
Kostüm: 
Yamamoto Yohji

Produktion: 
Office Kitano 5-4-14 Akasaka, Minato-ku 107-0052 Tokyo, Japan T 3 5572 7099 nakahashi@office-kitano.co.jp
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 85 64 pascale@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Filmladen Mariahilfer Straße 58/7, 1070 Wien T 1 523 43 62 office@filmladen.at
Format: 
35 mm
Farbe

Japan im 19. Jahrhundert: Der blinde Zatoichi verdingt sich als Masseur und Spieler, in Wahrheit jedoch ist er ein Meister des Schwertkampfes, begnadet mit ungemeiner Schnelligkeit und Präzision im Umgang mit der Waffe. Nach seinem poetisch verrätselten Dolls , mit dem er im vergangenen Jahr die Entdeckung der Langsamkeit zelebrierte, kommt Kitano Takeshi jetzt mit Zatoichi zurück, einer rasanten und ganz eigenwilligen Version des Schwertkampffilms, die zugleich wie ein ironischer Kommentar auf ähnliche Ausflüge der Autorenfilmer Ang Lee oder Zhang Yimou wirkt. Kitano selbst spielt jenen blinden Zatoichi, in Japan eine wahre Kultfigur des Samurai-Films. Dabei legt er die bei ihm sattsam bekannten Yakuza-Waffen ab und tauscht sie in seinem ersten historischen Film gegen das traditionelle Schwert ein. Auftakt für ein bildgewaltiges Dauergemetzel, bei dem der Takt der Pflugscharen auf dem Acker als Echo auf den Zusammenprall der Rohrschwerter nachhallt. (Peter Zander) Wenn Kitano einen Samurai-Film dreht, dann richtig: Zatoichi ist schön und kurzweilig, die Seele des Films ist ein von Asano Tadanobu mit gravitätischer Ruhe verkörperter Ronin, ein herrenloser Samurai. Das Blut schießt in theaterhaften Fontänen aus den Körpern und wird danach wie feiner Regen von den Schwertern geschüttelt. Kitano hat Zeit genug für das Inszenieren komödiantischer Einlagen, und das Ende seines Films ist eine großartige, fetzige Tanzszene, die einen fröhlichen Herzens entlässt. (Alexandra Seitz)