WILD BILL

V'98

WILD BILL

Walter Hill
USA, 1995
Spielfilme, 98min,

WILD BILL

Walter Hill
USA, 1995
Spielfilme, 98min,

Mit: 
Jeff Bridges
Ellen Barkin
John Hurt
Drehbuch: 
Walter Hill nach dem Theaterstück Fathers and Sons von Thomas Babe und dem Roman Deadwood von Pete Dexter
Ton: 
Lee Orloff
Kamera: 
Lloyd Ahern
Schnitt: 
Freeman Davies
Musik: 
Van Dyke Parks
Ausstattung: 
Joseph Nemec III
Kostüm: 
Dan Moore

Produktion: 
The Zanuck Co.
Weltvertrieb: 
UIP Sales
Verleih in Österreich: 
UIP
Format: 
35 mm
Farbe

Wild Bill Hickok, einer der größten authentischen Westernhelden, ist ein kompromissloser Säufer, Spieler und Frauenheld. Wohin er auch geht, die Frauen lieben ihn, die Männer bewundern oder beneiden ihn, und immer wieder versuchen mutige, zur Selbstüberschätzung neigende Revolverhelden, die Legende Wild Bill zur Strecke zu bringen. Wiewohl er seinen ausschweifenden Lebensstil beibehält, neigen sich Bills große Zeiten dem Ende zu.

Von all den berühmten Figuren des Wilden Westens hat Wild Bill Hickok wohl den verdientesten Anspruch auf den Western-Mythos. Doch außer De Milles Plainsman aus dem Jahr 1936 gab es noch keinen ernsthaften Film über ihn. Er war ein bemerkenswerter Mensch von einer Sorte, wie wir sie heutzutage leider viel zu selten finden. Er hat gerne gelacht und sich gerne geprügelt, lebte schnell und starb jung - eben die Art Mensch, über die man Filme macht. (Walter Hill)

Bei Wild Bill geht es ums Prinzip, um den Weg, den einer bis ans Ende gehen muss. Um Liebe und Liebesbedarf, also um jenes heftige Verlangen, das nur aggressiv, eruptiv noch befriedigt werden kann - was die Beziehung zwischen Bill und Calamity Jane demonstriert: Wie Jeff Bridges und Ellen Barkin diese Rollen entwickeln, erinnert stark an das, was Hepburn und Tracy einst machten. Einer blickt hinter sich: Für einen wohlplazierten Schuss über die Schulter visiert Bill in einem kleinen Spiegel ein Glas auf dem Kopf eines Hundes an, die letzte unschuldige Demonstration seiner Treffsicherheit - und das letzte Mal, dass sein Gesicht in einem Spiegel zu sehen ist. Ich komme aus Amerika, erklärt Bill gleich am Anfang, und man spürt, wie da alles auf den Kopf gestellt ist, wie er der Outlaw ist, der nicht dazugehört. (Fritz Göttler)