PRIME CUT

V'02

PRIME CUT

PROFESSIONALS, DIE

Michael Ritchie
USA, 1972
88min, Omd/fU

PRIME CUT

Michael Ritchie
USA, 1972
, 88min, Omd/fU

Mit: 
Lee Marvin
Nick Devlin
Gene Hackman
«Mary Ann»
Angel Tompkins
Clarabelle
Gregory Walcott
Weenie
Sissy Spacek
Poppy
Janit Baldwin
Violet
William Morey
Shay
Clint Ellison
Delaney
Howard Platt
Shaughnessy
Les Lannom
O'Brien
Eddie Egan
Jake
Therese Reinsch
Jakes Freundin
Drehbuch: 
Robert Dillon
Ton: 
Jack Finlay
Barry Thomas
Kamera: 
Gene Polito
Schnitt: 
Carl Pingitore
Musik: 
Lalo Schifrin
Ausstattung: 
Bill Malley
Kostüm: 
Patricia Norris

Produktion: 
Cinema Center 100 Productions
Weltvertrieb: 
Twentieth Century Fox c/o Hollywood Classics 8 Cleveland Gardens London W2 6HA, Großbritannien T 20 7262 46 46 Mandy@HollywoodClassics.com
Format: 
35 mm
Farbe

Prime Cut ist Michael Ritchies ungewöhnlichster Film nicht zuletzt wegen Robert Dillons einzigartigem Sinn für Humor, auch wenn die von Cinema Center herausgebrachte Fassung nur ein Abglanz des Ritchie-Dillon-Originals ist. Nick Devlin, ein eleganter irischer Gangster aus Chicago, wird nach Kansas City geschickt, in das «heart of the heartland», um den seit kurzem unabhängigen und arroganten Fleischmarkt-Gangster «Mary Ann», der nebenbei noch mit Mädchen und Drogen handelt, ein bisschen zurechtzustutzen. Devlin rettet dabei Poppy, eines der Mädchen aus «Mary Anns» mit wissenschaftlicher Präzison geführtem Bordell so in der Version des Produzenten; bei Ritchie nahm er sie ganz einfach als Pfand, eher gegen seinen Willen. Am Ende hat Nick ein klassisches Duell gegen «Mary Ann». Er schießt ihn in den Unterleib und weigert sich, ihm den Gnadenschuss zu geben. Wie der Film hätte aussehen können, kann man im Mittelteil noch spüren, bei der wunderschönen Hommage an North by Northwest: Lee Marvin und Sissy Spacek verstecken sich vor «Mary Anns» Schergen im hohen Weizen. Plötzlich kommt aus dem Nichts ein riesiger Mähdrescher mit einem fettgesichtigen, grinsenden Bauernjungen und fährt auf sie zu. Es gibt kein Entkommen vor der Maschine, die eine breite Schneise in den wogenden Weizen schlägt. Die beiden sind knapp davor, «geerntet» zu werden. Im allerletzten Augenblick erscheinen Marvins Männer in ihrem großstädtischen Cadillac, um das bedrängte Paar zu retten. Sie rammen den Cadillac in das Maul des Mähdreschers, und das Land verschlingt die Stadt. Die Maschine frisst den Cadillac, bündelt ihn sauber und speit die Überreste scheppernd aus. (James Monaco)