Phantom führt in ein Reich zwischen Gegenwart und Vergangenheit - und findet auf der Filmleinwand eine magische Schnittstelle zwischen beiden Sphären. Matthias Müllers Endlosfilm ist aus Szenen kompiliert, in denen Menschen Vorhänge beiseite schieben. Dabei führt diese Geste freilich weniger zu Ausblicken als zu seltsam berührenden Innenansichten der somit selbst enthüllten Vorhanggucker. Müllers im Negativ kopierte Schattengestalten wecken Erinnerungen an die Rebecca- Schurkin Mrs. Danvers und all die anderen Ausgegrenzten am Tellerrand der Hollywood-Romantik. (Daniel Kothenschulte)
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