LING YI BAN

V'07

LING YI BAN

OTHER HALF, THE

Ying Liang
VR China, 2007
Spielfilme, 111min, OmeU

LING YI BAN

Ying Liang
VR China, 2007
Spielfilme, 111min, OmeU

Mit: 
Zeng Xiaofei
Xiaofen
Deng Gang
Deng Gang
Zhao Ke
Zhao Ke
Chen Xigui
Mutter
Liu Huibin
Vater
Drehbuch: 
Ying Liang
Peng Shan
Ton: 
Ying Liang
Peng Shan
Kamera: 
Li Rongsheng
Ying Liang
Schnitt: 
Ying Liang
Musik: 
Zhang Xiao
Ko Kyota
Ausstattung: 
Ying Liang
Peng Shan

Produktion: 
90 Minutes Film Studio Room 201, No. 200 Tianmu Mid-Street 200071 Shanghai, China T 13 8019 490 42 yingliang2046@hotmail.com
Weltvertrieb: 
InD Blue 10/F Foo Tak Building 367 Hennessy Road Wan Chai, Hongkong T 25 727 202 indblue@indblue.com
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

Xiaofen arbeitet als Rechtanwaltsgehilfin in einer Anwaltskanzlei in der Industriestadt Zigong im Südwesten Chinas. Ihre Aufgabe besteht darin, die unterschiedlichsten Klientinnen zu empfangen und deren Fälle aufzunehmen. Doch ebenso wie diese Frauen, die in ihre jeweiligen Prozesse verstrickt sind, steckt auch Xiaofen in Schwierigkeiten: Sie ist besorgt und unsicher, denn ihr Freund, der bei ihr wohnte, ist verschwunden und möglicherweise in einen Mordfall verwickelt. Darüber hinaus führen auch ihre Mutter und ihre Freundin ein unstetes Leben. The Other Half verknüpft zwei einander abwechselnde Erzählstränge: Auf der einen Seite gibt es die Schilderung der tatsächlichen und wahren Begebenheiten, geschildert von Xiaofens Klientinnen in der Kanzlei, die Ying in statischen Einstellungen zu Wort kommen lässt; auf der anderen wird die Geschichte von Xiaofen, ihrem verschwundenen Freund und ihren Freundinnen erzählt. Diese Struktur, die auch einen dramaturgisch wiederkehrenden Blick auf die «andere Hälte» richtet, erlaubt Ying nicht nur, die Geschichte einer jungen Frau als Spielfilm zu inszenieren, sondern gleichzeitig auch einen Bericht über das andere «wahre» Leben im Landesinneren Chinas. Mit trockenem Humor und nötiger Sensibilität etabliert Ying Liang auch in The Other Half jene Autorenstimme als Off-Kommentar, die schon seine Kurzfilme und sein Spielfilmdebüt Taking Father Home begleitete. Geschickt verbindet er dabei größere und kleinere Krisen, persönliche und politische Dilemmas, um ein ernüchterndes Bild von heutigem Leben im Reich der Mitte zu vermitteln. (Roger Garcia)