Five Year Diary Reel 83

V'15

Five Year Diary Reel 83

Anne Charlotte Robertson
USA, 1995
27min, OF

© Viennale

Five Year Diary Reel 83

Anne Charlotte Robertson
USA, 1995
, 27min, OF

Produktion: 
Anne Charlotte Robertson
Weltvertrieb: 
Harvard Film Archive
Format: 
DCP
Farbe

Robertsons Hauptwerk umfasst etwa 37 Stunden Filmmaterial aus den Jahren 1981–1997. REEL 22 des DIARY (23.8.–1.9.1982) wird von einer kommentierenden Tonaufnahme Robertsons begleitet, die in den 1990ern entstand – der Versuch, den Performance-Aspekt des DIARY für die Nachwelt festzuhalten: Robertson hätte ihren Film von einem Platz im Publikum aus erläutert. Als sie am Massachusetts College of Art zu studieren begann, hatte Robertson bereits zwei Jahre an ihrem DIARY gearbeitet. Das Audio von REEL 26 (28.2.–20.5.1983) ist eine Tonaufnahme der Diskussion ihres Abschlussfilms mit der Prüfungskommission. Dabei entstandene Ideen fanden später Eingang in die Präsentation von REEL 2. Endet ein Tagebuch je absichtlich oder verschwindet es schlicht allmählich? Nach dem unbetitelten, letzten REEL 83 des DIARY (24.12.1995–19.3.1997) entstanden zwar noch Aufnahmen für ein REEL 84, das aber Fragment blieb. Robertsons letzte Filme stammen aus 2001; 2012 starb sie an Krebs.

Einführungen von David Pendleton, Harvard Film Archive.

Aus der Sammlung des Harvard Film Archive

Anne Charlotte Robertson
Filme zu machen bot Anne Charlotte Robertson (1949–2012) die Chance, mit ihrer, wie man damals sagte, manisch-depressiven Erkrankung (heute würde man von einer «bipolaren Störung» sprechen) umzugehen. Und es war ihre Art, all das zu feiern, was das Leben reizvoll, frustrierend, schön und erschreckend macht. Robertsons Filmschaffen war voller Leidenschaft, vor allem fürs Filmen selbst. Gefördert worden war diese von ihrem Lehrer am Massachusetts College of Art and Design, Saul Levine. Robertson drehte die ersten Filme bereits 1976, ihre Bekanntheit verdankt sie jedoch ihrem Filmtagebuch, das sie am 3. November 1981 (Levines Geburtstag) in Angriff nahm und das rasch zu einem Epos in progress anwuchs.