FAT CITY

V'98

FAT CITY

John Huston
USA, 1972
Spielfilme, 100min,

FAT CITY

John Huston
USA, 1972
Spielfilme, 100min,

Mit: 
Stacy Keach
Jeff Bridges
Susan Tyrrell
Drehbuch: 
Leonard Gardner nach seinem Roman
Kamera: 
Conrad Hall
Schnitt: 
Margaret Booth
Musik: 
Marvin Hamlisch; Kris Kristofferson (Song)
Ausstattung: 
Richard Sylbert
Kostüm: 
Dorothy Jeakins

Produktion: 
Columbia Pictures Corp.
Weltvertrieb: 
Columbia Pictures Corp.
Verleih in Österreich: 
Columbia TriStar
Format: 
35 mm
Farbe

Fat City von John Huston, einer der schönsten und ehrlichsten Boxerfilme überhaupt, spielt in Stockton und erzählt die Geschichte von Billy Tully und Ernie Munger. Tully erwacht in einem Hotel, in dem die Schmierflecken an der Tapete an die Haarpomade seiner Vorgänger erinnern. "Die Jalousie hing in Fetzen, die Birne brannte nur schwach, und seine Zimmernachbarn schienen alle lungenkrank zu sein", schreibt Leonard Gardner in seiner gleichnamigen Romanvorlage. Tully, der lange nicht mehr im Ring gestanden war, hatte in der vergangenen Nacht einen Mann zusammengeschlagen. "Sie hatten sich über irgendetwas gestritten, und es war ihm ziemlich egal, was es gewesen sein mochte. Wichtiger war, dass er sich selbst wiederentdeckt hatte. Ein einziger Schlag, und der Mann hatte flachgelegen. Jetzt glaubte Tully seine Karriere zu früh aufgegeben zu haben. Er war immerhin erst neunundzwanzig." Mit diesen zurückkehrenden Energien beginnt der Film Fat City. Tully trifft in der Turnhalle auf den 18jährigen Ernie Munger, der sich erst durch ein Boxerleben in der vierten Liga zu kämpfen beginnt. Beide pendeln zwischen Aufgekratztheit und Betäubung. Tully lebt zeitweise zusammen mit Oma, einer Trinkerin, und Munger heiratet seine schwangere Freundin. Die Dinge gleiten dahin, in einem Alltag, der keine Erlösung verspricht, Tully gewinnt einen Kampf, der sein "Comeback" näher bringen könnte, und stürzt wieder ab. (...) Ein Spiralgang der zerbrechenden Träume jenseits jedes falschen Pathos. (Elisabeth Büttner/Christian Dewald)