Coma

V' 15

Coma

Sara Fattahi
Syrien/Libanon, 2015
Dokumentarfilme, 98min, OmeU

© Viennale © Viennale

Coma

Sara Fattahi
Syrien/Libanon, 2015
Dokumentarfilme, 98min, OmeU

Drehbuch: 
Sara Fattahi
Ton: 
Raed Younan
Kamera: 
Sara Fattahi
Schnitt: 
Raya Yamisha

Produktion: 
Sara Fattahi, Bidayyat for Audiovisual Arts, Screen Institute Beirut
Weltvertrieb: 
Sara Fattahi
Format: 
DCP
Farbe und Schwarz/Weiß

Großmutter, Mutter und die filmende Enkelin in einer äußerlich noch heilen Wohnung in Damaskus, wo sich der Krieg längst tief in die Seelen der Bewohnerinnen eingesenkt hat. Kaffeetrinken, Rauchen, Beten, endlose Soaps und Lageberichte im TV: Dem inneren Belagerungszustand begegnet die Kamera mit einer delikaten, intimen Poetik der Ermattung, jäh unterbrochen von heftigen, wie aus dem Unbewussten heraufdrängenden Schnittfolgen – ein ästhetisches Aufbegehren der Jüngeren gegen den sie umgebenden Dämmerzustand. Das Gesicht der Mutter wie versteinert, und doch glaubt man ihr, wenn sie sagt, in ihrem eigenen Haus, dem zerbombten, habe sie sich wie eine Königin gefühlt.

In Anwesenheit von Sara Fattahi.

Sara Fattahi
Geboren 1983 in Damaskus. Studiert Rechtswissenschaft an der Universität von Damaskus und schließt ein Kunststudium ab. 2010 beginnt sie ihre filmische Arbeit und dreht erste Dokumenationen. COMA ist ihr ihr erster Langfilm, der beim Dokumentarfilmfestival von Nyon mit dem Preis für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet wird.