BROADWAY (STUMME FASSUNG)

V'04

BROADWAY (STUMME FASSUNG)

BROADWAY (SILENT VERSION)

Paul Fejos
USA, 1929
89min, stumm, ungZT

BROADWAY (STUMME FASSUNG)

Paul Fejos
USA, 1929
, 89min, stumm, ungZT

Mit: 
Glenn Tryon
Roy Lane
Evelyn Brent
Pearl
Merna Kennedy
Billie Moore
Thomas E. Jackson
Dan McCorn
Leslie Fenton
Jim «Scar» Edwards/ «Narben-Edwards»
Otis Harlan
Porky
Robert Ellis
Steve Crandall
Paul Porcasi
Nick Verdis
Marion Lord
Lil Rice
Mit: 
Dialoge
Edward T. Lowe Jr.
Klavierbegleitung
Gerhard Gruber
Drehbuch: 
Edward T. Lowe Jr. und Charles Furthman nach einem Theaterstück von Philip Dunning und George Abbot
inszeniert von Jed Harris
Kamera: 
Hal Mohr
Schnitt: 
Edward Cahn
Robert Carlisle
Ausstattung: 
Charles D. Hall
Thomas O'Neill

Produktion: 
Universal Pictures Corporation of New York
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß
Schlusssequenz in Technicolor

Musical, Gangsterballade, Detektivroman. Die Geschichte streut sich auf einen umtriebigen Tänzer, der eine Liebe retten möchte; Showgirls, die zwischen Gefühl und Karriere schwanken; Prohibitionsgewinnern, die sich in Unterweltfehden aufreiben; Ermittlern, die im Milieu des Scheins ihre Orientierung aufs Spiel setzen. Als Helden taugen sie alle nicht. Die fulminante Ausstattung und die raffinerte Kameraarbeit sind zu einnehmend. Gerhard Gruber wird die stumme Fassung am Klavier begleiten. Broadway entsteht, als Stumm- und Tonfilm einander am Markt konkurrenzieren. Kein Zweifel besteht, dass die Zukunft der neuen Technologie des Tons gehören wird. Broadway folgt dieser Entwicklung und wird als erster Talkie, der um eine Million Dollar entstand, beworben. Er gilt als akustisches Aushängeschild seines Filmstudios, eine «Universal Super-All-Talking, Singing, and Colour Production». Neben der Tonfassung existiert von dem Film auch eine stummen Variante. Bis heute wird gestritten, welche Fassung nun der bessere Film sei. Ähnliche Vielfalt herrscht bei der Frage der Farben. Das Technicolor-Finale des Films ist nur in einigen der rar überlieferten Stummfilmkopien enthalten. Fejos selbst äußerte sich 1929 in der New York Times skeptisch über die Zukunft des farbigen Tonfilms: «Bisher ist es nicht gelungen, mit Farbe der Realität nahe zu kommen. Das wirkliche Medium für Tonfilme ist meiner Meinung nach, die Schwarzweißaufnahme.» Setzt Fejos Farbe ein, so nutzt er sie folgerichtig weniger als Betonung eines realistischen Effekts, vielmehr um den Filmbildern einen Affekt zu erschließen. In Broadway flammt das Rot über die Shownummer am Ende des Films. Das Publikum ist begeistert, und die Protagonisten glauben, den Einklang mit ihren Wünschen gefunden zu haben.