AMERICAN HEART

V'98

AMERICAN HEART

Martin Bell
USA, 1992
Spielfilme, 113min,

AMERICAN HEART

Martin Bell
USA, 1992
Spielfilme, 113min,

Mit: 
Jeff Bridges
Edward Furlong
Lucinda Jenney
Drehbuch: 
Peter Silverman
Kamera: 
James R. Bagdonas
Schnitt: 
Nancy Baker
Musik: 
James Newton Howard; Kathleen Brennan
Tom Waits (Songs)
Ausstattung: 
Joel Schiller
Kostüm: 
Beatrix Aruna Pasztor

Produktion: 
Triton
Weltvertrieb: 
World Films Inc.
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih
Format: 
35 mm
Farbe

Jack Kelson ist ein soeben aus dem Gefängnis entlassener Ex-Sträfling, der an eine neue Chance, an einen guten Neustart glaubt. Die Umstände allerdings sind gegen ihn. Sein vierzehnjähriger Sohn Nick ist von der Farm seiner Schwester weggelaufen, um mit seinem Vater zusammenzusein. Zunächst will Jack den Jungen zurückschicken, aber als dieser sich standhaft weigert, hat er keine andere Wahl, als ihn aufzunehmen. Von Tag zu Tag nehmen die Probleme zu, und das schnelle Geld, das man Jack dafür anbietet, zu seiner früheren "Tätigkeit" zurückzukehren, gewinnt immer mehr an Reiz. Drei Nebenhandlungen ergänzen die Hauptgeschichte. Eine erforscht Jacks Beziehung zu Charlotte, einer Brieffreundin, die er kennt, seit er im Gefängnis gesessen ist. Nick verabscheut Charlottes Anwesenheit, weil er fühlt, dass sie ihm Zeit wegnimmt, die der Vater mit ihm verbringen könnte. Schließlich findet Nick eine eigene Freundin, Molly, eine fünfzehnjährige Prostituierte. Sie macht Nick - unter anderem - mit Drogen bekannt. Schließlich ist da noch Jacks alter Partner Rainey, der sowohl Jack als auch Nick mit einem Job bei seinem nächsten Coup, einem Überfall auf einen Juwelierladen, ködert. Angesiedelt vor dem Hintergrund von Armut und Gewalt in den unterprivilegierten Vierteln von Seattle, ist American Heart die präzise Analyse einer schwierigen Vater- Sohn-Beziehung. Jack und Nick haben keine besonders herzlichen Gefühle füreinander, aber im Laufe des Films kämpfen sie darum, einen Anknüpfungspunkt zu finden. Jack ist nicht imstande, ein guter Vater zu sein, und er will es wohl auch gar nicht versuchen, aber es ist offensichtlich, dass er Nick liebt und dass er ihm bessere Bedingungen bieten will, als er selbst sie hatte. (James Berardinelli)