ACCELERATED DEVELOPMENT - IN THE IDIOM OF SANTIAGO ALVAREZ

V'00

ACCELERATED DEVELOPMENT - IN THE IDIOM OF SANTIAGO ALVAREZ

Travis Wilkerson
USA, 2000
Dokumentarfilme, 55min,

ACCELERATED DEVELOPMENT - IN THE IDIOM OF SANTIAGO ALVAREZ

Travis Wilkerson
USA, 2000
Dokumentarfilme, 55min,

Drehbuch: 
Travis Wilkerson
Ton: 
Travis Wilkerson
Kamera: 
Travis Wilkerson
Schnitt: 
Travis Wilkerson

Produktion: 
Up Front Films
Weltvertrieb: 
Up Front Films
Format: 
16 mm
Farbe und Schwarz/Weiß

Accelerated Development porträtiert anhand des Lebens des großen kubanischen Dokumentarfilmers Santiago Alvarez die radikalen Veränderungen, die im 20. Jahrhundert stattfanden. Nachdem er an der Universität von Havanna studiert hatte, ging Alvarez in die USA, eine Erfahrung, die ihn die Realität des Imperialismus lehrte. In den fünfziger Jahren produzierte er Musikshows für das neu gegründete kubanische Fernsehen und beteiligte sich aktiv an der Bewegung gegen das Batista-Regime. Nach der Revolution arbeitete er im Institute Cubano del Arte e Industria Cinematograficas. Ab 1961 brachten ihm seine innovativen Dokumentarfilme über Kuba und die unterdrückte dritte Welt großes Ansehen in seiner Heimat und auf der ganzen Welt.

Dieser Film, der Alvarez' Leben in zehn Kapiteln zeigt, bedient sich seiner Methoden, indem er Alvarez' Worte mit Ausschnitten aus seinen Filmen zu einer experimentellen Konstruktion kombiniert, die Bild, Wort und Text einander gegenüberstellt. Außerdem rekonstruiert er die wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts aus einem neuen Blickwinkel, Ereignisse, die Alvarez selbst porträtiert hat. Der Ausdruck im Titel, «beschleunigte Entwicklung», stammt von Alvarez selbst und beschreibt, wie die raschen Veränderungen in der kubanischen Gesellschaft nach der Revolution ihn zum Filmemachen gebracht haben. (Kyoichiro Murayama)
Ich ging nie auf eine Filmschule. Ich lernte Filmemachen durch die Arbeit mit Millionen von Filmmetern. Ich führte Regie bei den Wochenschauen, die die Revolution begleiteten. Dreißig Jahre lang machten wir jede Woche einen Film. Ich selbst habe über 600 solcher Wochenschauen gedreht. Sie erlaubten mir, Woche für Woche, mich mit der kubanischen und mit der internationalen Realität auseinanderzusetzen. Ich glaube nicht an Filme für die Nachwelt. Ich mache «dringendes» Kino. (Santiago Alvarez)