17 RUE BLEUE

V' 01

17 RUE BLEUE

Chad Chenouga
Frankreich, 2001
Spielfilme, 95min, OmeU

17 RUE BLEUE

Chad Chenouga
Frankreich, 2001
Spielfilme, 95min, OmeU

Mit: 
Lysiane Meis
Adda
Abdel Halis
Chad
Aimen Ben Hamed
Samir
Saïda Jawad
Laila
Rania Meziani
Yasmine
Marc Berman
George Merlin
Michel Such
Dr. Sellinger
Drehbuch: 
Chad Chenouga
Philippe Donzelot
Ton: 
Cyril Moisson
Philippe Amouroux
Kamera: 
Eric Guichard
Schnitt: 
Marie-France Cuénot
Musik: 
Ahmet Gülbay
Chad Chenouga
Ausstattung: 
André Fosny
Kostüm: 
Pascaline Chavanne

Produktion: 
Quo Vadis Cinéma41 rue Westermeyer94208 Ivry-sur-Seine Cédex, FrankreichT 1 46 72 52 14 quo@club-internet.fr
Weltvertrieb: 
2 rue Turgot75009 Paris, FrankreichT 1 49 70 03 70 info@celluloid-dreams.com
Format: 
35 mm
Farbe
35 mm/1:1,66/Farbe

Während der Algerienkrieg sich seinem Ende nähert, verlässt die junge Adda Algier, um heimlich nach Frankreich zu fahren. Fünf Jahre später lebt sie in Paris, in der rue Bleue Nummer 17, mit zwei Kindern und ihren beiden Schwestern. Sie unterhält eine Liebesbeziehung zu ihrem Arbeitgeber Merlin, der großzügig für den Unterhalt der Familie sorgt. Als Merlin stirbt, gerät ihr Schicksal aus dem Lot. Ein Volksglaube aus Algerien besagt, dass ein Muttermal in der Handfläche großen Wohlstand verheißt. Einer von Addas Söhnen verfügt über ein solches Mal, weshalb sie glaubt, nach dem Tod ihres Liebhabers einen Großteil seines Vermögens zu erhalten. Sie stürzt sich in einen aussichtslosen Prozess und verliert mehr und mehr den Kontakt zur Realität. Sie flüchtet in die Medikamentensucht. Abgestumpft durch ihre Tabletten, isoliert sie sich zunehmend. Die Jahre vergehen, die Familie zieht um. Ihr älterer Sohn Chad bleibt mit seiner Mutter allein zurück und nimmt sich ihrer Gesundheit und der Geister ihrer Vergangenheit an. 17 rue Bleue erzählt die Geschichte meiner Kindheit. Für diesen Film habe ich eine einfache Struktur gewählt, basierend, wie ich hoffe, auf den besten Prinzipien der Figurenzeichnung und auf einer sehr emotionalen Erzählweise. Auch wenn das in einem frühen Stadium des Drehbuchschreibens nicht einfach war, wollte ich mich besonders auf die Intimität innerhalb dieser kleinen Familie konzentrieren, so als wollte ich jedem zeigen: «Seht her, das bin ich, und dieses Ich ist eng mit der Geschichte meiner Mutter verknüpft.» Ich habe vor, auch in meinen künftigen Filmen autobiografische Elemente zu verwenden, aber ich weiß jetzt schon, dass 17 rue Bleue immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen wird, und das nicht nur, weil er mein erster Spielfilm ist. Er zeigt den Ort meiner ersten Liebe und meiner ersten Wunden. (Chad Chenouga)