29 Okt 2024

LUX FILMTAGE 2025

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Für die fünfte Ausgabe des LUX Publikumspreises wurden fünf Filme nominiert, die bei freiem Eintritt von 31. Oktober bis 3. November im Stadtkino im Künstlerhaus gezeigt werden. Bei der Entscheidung über den Gewinnerfilm zählt auch Ihre Stimme!

Donnerstag, 31. Oktober, 18 Uhr
DAHOMEY

R: Mati Diop | Frankreich, Senegal, Benin 2024 | 67 min | OmdU

DAHOMEY | © Viennale

Die Geschichte des afrikanischen Königreichs Dahomey wurde kürzlich durch den amerikanischen Film THE WOMAN KING popularisiert und mit dem Amazonen-Mythos verbunden. Demgegenüber erzählt Diop in DAHOMEY von einem Akt der Restitution: 26 Schätze, die Frankreich während der Kolonialzeit geraubt hatte, kehren in den heutigen Staat Benin zurück. In einem meta-dokumentarischen Twist gibt die Filmemacherin den Kunstwerken eine Stimme, vor allem aber lässt sie die junge Generation Afrikas sprechen: Eine Diskussion von Studierenden der Université d’Abomey-Calavi ist das Herzstück dieses prägnanten, zwischen Beobachtung, Essay und Engagement changierenden Films. (Bert Rebhandl)

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Freitag, 1. November, 18 Uhr
JULIE KEEPS QUIET (JULIE ZWIJGT)
JULIE KEEPS QUIET

R: Leonardo van Dijl | Belgien, Schweden 2024 | 100 min | OmeU 
Julies ganzes Leben dreht sich um ihren geliebten Sport. Ausgerechnet kurz vor einem wichtigen Qualifikationsturnier wird ihr Trainer an der Tennisakademie, die sie besucht, vom Dienst suspendiert und die Schüler:innen werden zum Selbstmord einer Kommilitonin befragt. Doch Julie schweigt beharrlich, ihr gehe es gut, versichert sie ein ums andere Mal – es ist offenbar, dass das nicht stimmt. Van Dijls Regieerstling, koproduziert von den belgischen Filmemacher-Brüdern Dardenne, ist eine Charakterstudie, die auf Ruhe baut, Spannung erzeugt und in Abgründe blickt. Getragen von der intensiven Darbietung Tessa Van den Broecks, die in der Titelrolle ihr Schauspieldebüt gibt. (Luise Maria Port)

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Samstag, 2. November, 18 Uhr
INTERCEPTED 
INTERCEPTED

R: Oksana Karpovych | Kanada, Frankreich, Ukraine 2024 | 95 min | OmeU
Die beiden Kriegsparteien treffen als Abwesende aufeinander: Zerstört und verwüstet ist das, was die Bilder zeigen – ungeheuerlich und grausam ist das, was dazu auf der Tonspur zu hören ist. Karpovych montiert Aufnahmen aus Landstrichen der Ukraine, über die die Kämpfe hinweggezogen sind, mit Mitschnitten von Telefongesprächen, die russische Soldaten Nachhause führten. In der Gesamtheit ergibt sich ein komplexer Eindruck nicht nur vom gegenwärtigen Geschehen, sondern auch von der Propagandamaschine, die es am Laufen hält. Ein Blick in die Wirkungsweisen der Diktatur durch die Hintertür: vergiftete Gedanken, die Gegenden vergiften. (Alexandra Seitz)

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Sonntag, 3. November, 18 Uhr
FLOW
FLOW

R: Gints Zilbalodis | Lettland, Frankreich, Belgien 2024 | 85 min | kein Dialog
Das Wasserschwein steht am Steuer, das Lemurenäffchen und der Hund treiben Unfug, der Sekretärsvogel hält Ausschau – und das Kätzchen lernt allmählich zu vertrauen. Nämlich jenen, die der Zufall zu seinen Gefährten erkoren hat. Nach der Sintflut haben sie sich auf die Dau gerettet und sind nun unterwegs in einer vom Untergang verzauberten, farbenfrohen Welt. Dass Überleben nur gemeinsam geht, ist eine unaufdringlich vermittelte Erkenntnis dieses post-apokalyptischen Märchens - das mit einer Animationsweise besticht, die schlafwandlerisch sicher auf dem schmalen Grat zwischen naturalistisch und abstrakt balanciert. Und während die Augen staunen, geht das Herz über. (Alexandra Seitz)

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Sonntag, 3. November, 20 Uhr 
ANIMAL
V23_Animal

R: Sofia Exarchou | Griechenland, Österreich, Rumänien, Zypern, Bulgarien 2023 | 116 min | OmdU

Kalia ist müde. Den Job als Animateurin im Mittelklassehotel auf der griechischen Insel macht sie schon viel zu lang. Die schlaflosen Nächte, die ständigen Exzesse, die permanente gute Miene zum bösen Spiel, sie fordern Tribut. Exarchou zeigt einen Zusammenbruch in Zeitlupe, nüchtern und aus der Distanz – die Dimitra Vlagopoulou in der Rolle der Kalia ausdauernd überwindet. Und keinen Zweifel daran lässt, dass diese hart arbeitende Frau auf der Kehrseite der massentouristischen Vergnügungsindustrie nicht nur Urlauber:innen etwas angeht: Selbstausbeutung in prekären Verhältnissen und Selbsttäuschung in plastifizierten „Erlebniswelten“, unentwirrbar ineinandergeflochten. (Alexandra Seitz)

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EINTRITT FREI BEI ALLEN VORSTELLUNGEN

Tickets am Tag der Vorstellung ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn direkt an der Kinokassa im Stadtkino im Künstlerhaus erhältlich.
Reservierung unter stadtkinowien.at.
Abstimmen unter luxaward.eu