19 Okt 2024

DAILY: Tag 3, 19. Oktober 2024

© Viennale / Alexi Pelekanos

In unseren VIENNALE DAILIES werden Sie täglich zum Geschehen rund um das Festival informiert!

Sometimes I feel that the viewers 
or the journalists I discuss the film with 
are psychoanalysts trying to make sense of my dreams.

(Olivier Assayas)

FILMTIPPS FÜR HEUTE!
Image of movie Hors du temps

HORS DU TEMPS
R: Olivier Assayas | Frankreich 2024 | 106 min

Samstag, 19. Oktober, 15.45 Uhr: GARTENBAUKINO (OmdU)
Sonntag, 20. Oktober, 11.00 Uhr: URANIA (OmeU)

Die Pandemie von 2020 hat die Menschen entweder verbittert oder besser gemacht, um ein altes amerikanisches Sprichwort zu paraphrasieren. Gleichzeitig witzig, ergreifend und zeitgeistig relevant erzählt Assayas hier von zwei Brüdern, die zusammen mit ihren Freundinnen im Haus ihrer Kindheit eingeschlossen sind. Der Ort idyllisch, doch die Situation und die entstehenden Konflikte alles andere als das. Sein bisher persönlichster Film und eine pointiert-kluge Reflexion über verschiedene Privilegien. (Alexandra Zawia)

Image of movie Jokbo

JOKBO
R: Im Kwon-taek | Südkorea 1978 | 108 min | OmeU
Teil der Kinematografie: HAUNTED BY HISTORY

Samstag, 19. Oktober, 18.00 Uhr: METRO, HISTORISCHER SAAL
Dienstag, 22. Oktober, 12.30 Uhr: METRO, HISTORISCHER SAAL

Der junge Kolonialbeamte Tani soll beim Clan-Patriarchen Sul Jin-young die Zwangsjapanisierung seines Namens durchsetzen. Doch Tani, anders als seine als roh und bösartig gezeichneten Kollegen, schätzt die koreanische Kultur und versteht Suls Weigerung. Würde die Namensänderung doch die „Jokbo“ der Familie beenden, die weit zurückreichende Genealogie mit ihrer geradezu sakralen Aura. Vor der Folie dieses Beharrens auf der eigenen Geschichte entrollt der Film das üppige Panorama eines traditionellen Korea, hingetuschte Landschaften, erlesenes Kunsthandwerk, Gastfreundschaft und die altersbrüchige „Jokbo“ selbst als gefährdete Inkarnation kultureller Identität. (Barbara Kronsfoth) 

Image of movie Ghosts Of Electricity
Image of movie Sous le vent

FILMPROGRAMM & BUCHPRÄSENTATION:
SOUS LE VENT
R: Robert Kramer, Frankreich 1991, 31 min, OmeU
GHOSTS OF ELECTRICITY
R: Robert Kramer, Frankreich 1997, 19 min, eOF

Samstag, 19. Oktober, 15.00 Uhr: FILMMUSEUM

Zwei Kurzfilme von Kramer zur Vergangenheit und Zukunft des Kinos: SOUS LE VENT entstand als Auftragsarbeit für das französische “Ministère de la Culture”. Der Film lässt sich mit den Wogen der Seine treiben. Wie die Alliierten knapp 50 Jahre zuvor landet Kramer an der Küste der Normandie und bewegt sich flussaufwärts in Richtung Paris, entlang von Kino-Orten und im Austausch mit Kino-Menschen wie Serge Daney. Auch GHOSTS OF ELECTRICITY zeigt Kramers Lust daran, Auftragsarbeiten als Arbeitsaufträge an sich selbst zu interpretieren. Zum 50. Geburtstag des Locarno Film Festivals entwirft er ein Vision des Kinos von morgen. Die beiden Filme bilden den Rahmen für die Präsentation von “Starting Places. Conversation with Robert Kramer”, das anlässlich der Retrospektive erstmals in englischer Originalsprache erscheint, und ein 2001 unter dem Titel “Points de départ” auf Französisch veröffentlichtes Gespräch zwischen Kramer und Bernard Eisenschitz sowie drei Essays von Kramer enthält. Eisenschitz und Herausgeber Volker Pantenburg stellen das Buch vor. (Volker Pantenburg)

In Anwesenheit von Bernhard Eisenschitz.

Starting Places. A Conversation with Robert Kramer. 
Erhältlich in allen Viennale Kinos und auf filmmuseum.at.

EINIGE UNSERER HEUTIGEN GÄSTE 
Ramon Zürcher
RAMON ZÜRCHER

Christoph Friedel
Ko-Produzent von 
IN LIEBE, EURE HILDE

Neo Sora
Regisseur von
HAPPYEND

Elsa Kremser
Regisseurin von
DREAMING DOGS

Levin Peter
Regisseur von
DREAMING DOGS

Ramon Zürcher
Regisseur von
DER SPATZ IM KAMIN

Silvan Zürcher
Produzent von
DER SPATZ IM KAMIN

Bálint Szimler
Regisseur von
FEKETE PONT

VIDEO DES TAGES

Festivaldirektorion Eva Sangiorgis Eröffnungsrede von Donnerstag, 17. Oktober im Gartenbaukino.

 
MATERIALS

Wir haben Filmemacher:innen eingeladen, mit uns Materialien zu teilen, welche den Entstehungsprozess Ihres Filmes dokumentieren, bzw. die für ihren Film in irgendeiner Weise wichtig waren: Bilder oder Zeitungsartikel, Shotlists, Drehbuchseiten, Notizen, Setfotos, Storyboards, Zitate, Erlebnisse, verschiedene Inspirationen. 

Mehr zu Ramon Zürchers DER SPATZ IM KAMIN gibt es HIER nachzulesen!

PRESSESTIMMEN

Mit den Flügeln einer Alge

Das Kino formiert sich gegen die Verrohung

Hochamt des politischen und forschenden Kinos