Zusammen mit 12 Höhlenforschern wagte das Filmteam um Michelangelo Frammartino und seinen IL BUCO den Abstieg in eine der tiefsten Höhlen der Erde (Platz 40 weltweit), den Abisso del Bifurto, der auch Wolfsgrube genannt wird. 683 Meter senkt sich die Höhle im Parco Nazionale del Pollino in den kalabrischen Karstfelsen hinab.
Es ist eine höhlenreiche Region und gleichzeitig ein atemberaubendes Naturgebiet rund um die antiken Dörfer Cerchiara und San Lorenzo Bellizzi, in dem unter anderem die seltene Korallen-Pfingstrose gedeiht.
Die Höhle wurde 1961, auf dem Höhepunkt des italienischen Wirtschaftsbooms, von einer piemontesischen Höhlenforschergruppe (Gruppo Speleologico Piemontese) entdeckt beziehungsweise in ihrer Tiefe erkundet. Denn bereits ein Jahr zuvor stieß eine erste Expedition 440 Meter in die Tiefe. Bei der Erkundung der Höhlenlandschaft konnten die Forscher sich nichtmal auf militärische Landkarten verlassen. Einzig die örtlichen Hirten wussten mit Ratschlägen über mögliche Eingänge weiterzuhelfen. Zur Gruppe gehörten unter anderem Beppe De Matteis und Giulio Gecchele, die beide den Film über ihren Abstieg sahen und große Rührung empfanden.
In früheren Tagen dienten die Höhlen der Gegend Basilianer Mönchen, Räubern und eben Hirten als Unterschlupf. Heute zieht das Gebiet Touristen und Höhlenkletterer an. Es ist der mögliche Ruhm der Tiefe und der Reiz dieser magischen Welt unter der Erde, in der eine andere Zeitwahrnehmung herrscht, der die Menschen lockt.