SWEET HEREAFTER

V'97

THE SWEET HEREAFTER

Atom Egoyan
CAN, 1997
Spielfilme, 110min, OF

THE SWEET HEREAFTER

Atom Egoyan
CAN, 1997
Spielfilme, 110min, OF

Mit: 
Ian Holm
Bruce Greenwood
Sarah Polley
Drehbuch: 
Atom Egoyan nach dem Roman von Russell Banks
Ton: 
Steve Munro
Kamera: 
Paul Sarossy
Schnitt: 
Susan Shipton
Musik: 
Mychael Danna
Ausstattung: 
Phillip Barker
Kostüm: 
Beth Pasternak

Produktion: 
Ego Film Arts
Weltvertrieb: 
Alliance Independent Films
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih
Format: 
35 mm

Der Großstadtanwalt Mitchell Stephens kommt in das tiefverschneite Dörfchen Sam Dent. Stephens bietet den Bewohnern seinen juristischen Beistand an: Der Schulbus brach bei einem schrecklichen Unfall ins Eis ein. Bis auf ein Mädchen wurden alle Kinder des Städtchens in den Tod gerissen. Stephens will die Herstellerfirma des Busses auf Schadenersatz klagen. Die Reaktion auf seinen Vorschlag ist feindselig. Niemand will die frischen Wunden wieder aufreißen oder aus dem Unglück Profit schlagen. Mit viel Geduld gelingt es dem Anwalt, zwei Familien für sich zu gewinnen und mehr über den Unfall und die Bewohner zu erfahren.

Stephens' Leidenschaft für den Fall rührt daher, dass er selbst seine Tochter verloren hat: an die Drogen und - an AIDS. Die Stricke, die ihn noch ans Leben binden, sind ebenso gespannt wie die seiner Klienten. Doch es geht nicht so sehr um persönliches Leid, sondern um eine Reflexion über das Schicksal an sich - hier personifiziert durch die Parabel vom Rattenfänger von Hameln - und darum, wie die Menschen versuchen, in ihren engen Käfigen die Kraft zum Weiterleben zu finden. (Eckhard Vollmar)