SCHWEIGENDE STERN

V'03

DER SCHWEIGENDE STERN

Kurt Maetzig
DDR/Polen, 1960
130min, OF

DER SCHWEIGENDE STERN

Kurt Maetzig
DDR/Polen, 1960
, 130min, OF

Mit: 
Yoko Tani
Sumiko Ogimura
Oldrich Lukes
Hawling
Ignacy Machowski
Soltyk
Julius Ongewe
Talua
Michail N. Postnikow
Arsenjew
Kurt Rackelmann
Sikarna
Günther Simon
Brinkmann
Ruth-Maria Kubitschek
Brinkmanns Frau
Mit: 
Spezialeffekte
Ernst Kunstmann/Vera Kunstmann/Jan Olejniczak/Helmut Grewald
Drehbuch: 
Jan Fethke
Wolfgang Kohlhaase
Günter Reisch
Günther Rücker
Alexander Graf Stenbock-Fermor
Kurt Maetzig nach dem Roman «Die Astronauten» von Stanislaw Lem
Ton: 
Kurt Eppers
Werner Klein
Günter Witt
Kamera: 
Joachim Hasler
Schnitt: 
Lena Neumann
Musik: 
Andrzej Markowski
Ausstattung: 
Anatol Radzinowicz
Alfred Hirschmeier
Kostüm: 
Elli Charlotte Löffler

Produktion: 
DEFA/Illuzjon Filmunit
Weltvertrieb: 
Progess Filmverleih Burgstraße 27 10178 Berlin, Deutschland T 30 247 37 76 info@progress-film.com
Format: 
35 mm
Farbe

Ein Raumschiff mit internationaler Besatzung, bestehend aus sieben Männern und einer japanischen Ärztin, unternimmt im Jahr 1970 eine Expedition zur Venus. Erst jetzt hatte man nämlich herausgefunden, dass eine 1908 in der Wüste Gobi aufgefundene kosmische Spule von diesem Planeten stammt. Auf dem Weg zur Venus gelingt es schließlich, den Inhalt der Spule zu entschlüsseln: Die Bewohner der Venus hatten 1908 einen Angriff auf die Erde geplant. Obwohl es nicht dazu kam, steht die Expedition bei der Landung vor einem Rätsel. Sie entdecken keine Lebewesen, dafür technische Anlagen, die im Selbstlauf funktionieren: eine gigantische Vernichtungsmaschinerie, die außer Kontrolle geraten sein und sich gegen die Bewohner der Venus gerichtet haben muss. Doch die Gefahr für die Expeditionsmitglieder ist noch nicht gebannt. Am 26. Februar 1960 feierte der erste Science-Fiction-Film der DEFA, Der schweigende Stern , im Berliner Filmtheater Colosseum Premiere. Der Film hatte den Roman «Die Astronauten» von Stanislaw Lem zur Vorlage. Wie der Roman, so erzählt auch Der schweigende Stern eine Overkill-Geschichte, die Selbstvernichtung einer außerirdischen Zivilisation auf der Venus durch eine nukleare Katastrophe. Das Thema war sozusagen aus dem Leben gegriffen: Weltweit herrschte Angst vor einem Atomkrieg. In der Realität steuerte der Kalte Krieg zwischen Ost und West auf einen neuen Konflikthöhepunkt zu; die beiden Supermächte befanden sich auf atomarem Kollisionskurs. Mit Der schweigende Stern gelang eine realistische technische Utopie. Maetzigs Film beeindruckte das Publikum mit vielfältigen technischen Finessen, verblüffenden Farbeffekten und außergewöhnlich «unirdischen» Konstruktionen. (Burghard Ciesla)