ROIS ET REINE

V'04

ROIS ET REINE

KINGS AND QUEEN

Arnaud Desplechin
F, 2004
Spielfilme, 150min, OmeU

ROIS ET REINE

Arnaud Desplechin
F, 2004
Spielfilme, 150min, OmeU

Mit: 
Emanuelle Devos
Nora
Mathieu Amalric
Ismaël
Catherine Deneuve
Madame Vasset
Noémie Lvovsky
Elizabeth
Maurice Garrel
Louis Jenssens
Nathalie Boutefeu
Chloé Jenssen
Drehbuch: 
Arnaud Desplechin
Roger Bohbot
Ton: 
Jean-Pierre Laforce
Christian Monheim
Kamera: 
Eric Gautier
Schnitt: 
Laurence Briaud
Ausstattung: 
Dan Bevan
Kostüm: 
Nathalie Raoul

Produktion: 
Why Not Productions 1 bis, cité Paradis 75010 Paris, Frankreich T 1 48 24 24 50 whynot@wanadoo.fr
Weltvertrieb: 
Wild Bunch 99 rue de la Verrerie 75004 Paris, Frankreich T 1 53 01 50 26 lkalmar@exception-wb.com
Format: 
35 mm
Farbe

Zwei Leben, zwei Geschichten: Nora möchte endlich einen passenden Mann zum Heiraten finden und versucht daher, ihren Sohn an ihren Ex Ismael loszuwerden, der durch einen Irrtum in einer psychiatrischen Klinik einsitzt. Noras und Ismaels Erlebnisse und Erfahrungen werden parallel erzählt, ihre Leben überkreuzen sich nur selten, obwohl sie sich in ähnlich festgefahrenen Situationen befinden: Ismael geht es in der Klinik ganz gut, auch wenn er sich nach der vermeintlichen Freiheit draußen sehnt, und Nora kann gerade damit nichts anfangen, weil sie sich in ihrer Realität gefangen fühlt. Wie Desplechin da gegensätzliche Emotionen unvermittelt aufeinander prallen lässt, wie er aus zunächst widersprüchlich anmutenden Wendungen ein stimmiges Ganzes webt, das erzeugt einen Reichtum an Texturen, wie man ihn abgesehen vielleicht von Arbeiten Martin Scorseses im Gegenwartskino sonst nirgendwo findet: Von Emanuelle Devos und Mathieu Amalric, den Hauptdarstellern, scheinen schrittweise Schichten freigelegt zu werden, die sie in sich selbst nicht geahnt haben, während sie den Schauspiel-Ikonen Maurice Garrel und Catherine Deneuve trotzen. Rois et reine ist ein Film über die Unsicherheit, aber einer, der kopfüber, fast blindlings, nicht aufs Ersticken, sondern auf die absolute Freiheit zurennt. (Christoph Huber)