RAPE

V'02

RAPE

John Lennon, Yoko Ono
A, 1969
Spielfilme, 78min, kein Dialog

RAPE

John Lennon, Yoko Ono
A, 1969
Spielfilme, 78min, kein Dialog

Mit: 
Eva Majlath
Mit: 
Konzept und Realisation
Yoko Ono und John Lennon
Kamera: 
Nic Knowland

Produktion: 
ORF Würzburggasse 30 1136 Wien T 1 878 78 0 orf@orf.at Studio One 1 West 72nd Street New York, NY 10023, USA T 212 595 51 30 F 212 877 0168
Weltvertrieb: 
Studio One 1 West 72nd Street New York, NY 10023, USA T 212 595 51 30 F 212 877 0168
Format: 
16 mm
Schwarz/Weiß

Der Film, in London gedreht, läuft annhähernd in Realzeit ab. Wann immer eine Rolle Film verbraucht ist, fällt die Kameracrew hinter ihr Subjekt zurück. Jede neue Sequenz beginnt damit, dass sie versucht, wieder zu ihr aufzuschließen. Nach der dritten Filmrolle geht die Beherrschung der jungen Frau allmählich in Verärgerung über. Als ihr die Männer aus einem Park hinaus auf die Straße folgen, ist sie ängstlich und verstört, so sehr, dass sie gegen einen Laternenpfahl läuft und beinahe vor einen Lastwagen springt. Niemand auf der Straße scheint der Sache die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Einerseits ist Rape eine besonders brutale Dramatisierung von Warhols Entdeckung, dass der mitleidlose Blick der Kamera «normales» Verhalten unterbricht und dem Gefilmten seine Herrschaft aufzwingt, zum anderen ist es nicht schwer, den Film als Reaktion auf die unbarmherzige Verfolgung durch die Medien zu sehen, der Yoko Ono und John Lennon in allen Lebenslagen ausgesetzt waren. (Jim Hoberman)