quatre soeurs - L'Arche de Noe

V' 17

Les quatre soeurs - L'Arche de Noe

The Four Sisters - Noah’s Ark

Claude Lanzmann
F, 2017
Dokumentarfilme, 68min, OmeU

© Viennale

Les quatre soeurs - L'Arche de Noe

Claude Lanzmann
F, 2017
Dokumentarfilme, 68min, OmeU

Mit: 
Paula Biren
Ruth Elias
Claude
Ada Lichtman
Hanna Marton
C. Lanzmann
Drehbuch: 
Claude Lanzmann
Ton: 
Bernard Aubouis
Kamera: 
Dominique Chapuis
Schnitt: 
Chantal Hymans

Produktion: 
Synecdoche
Arte France
Format: 
DCP
Farbe

 Seit 1999 hat Lanzmann zahlreiche Filme hergestellt, die man als Satelliten seines Monumentalprojektes SHOAH bezeichnen könnte: Sie beruhen auf Interviews, die in den 1970er Jahren im Zusammenhang mit diesem Werk geführt und aufgezeichnet wurden, in der fertiggestellten Version aber nicht auftauchten. Die neue Serie von Arbeiten unter dem Titel LES QUATRE SOEURS porträtiert vier jüdische Frauen aus verschiedenen Gegenden Osteuropas, die auf unwahrscheinliche Weise die Zeit des Krieges überlebt haben und ihre jeweils persönlichen und sehr unterschiedlichen Geschichten über den Holocaust erzählen. Ohne kinematografische Extravaganz und unter sparsamer Verwendung von dokumentarischen Fotografien konzentrieren sich diese Filme auf ihre Protagonistinnen – die beim Eintauchen in ihre Biografien eine Klarsicht an den Tag legen, die dem Horror eine Form verleiht und tiefe Einsichten in Wahn und Elend der menschlichen Abgründigkeit ermöglicht. «Paula Biren, Ruth Elias, Ada Lichtman und Hanna Marton», sagt Lanzmann, «ihre Gesichter, ihre Stimmen und ihre Geschichten haben mich nie verlassen.»

Protagonistin: Hanna Marton.

Claude Lanzmann
Geboren 1925 in Bois-Colombes. Engagiert sich in der Résistance, später gegen die frz. Kolonialkriege. Sein neunstündiger Film SHOAH (1985) gilt als Meilenstein des Dokumentarfilms. Weitere Filme: POURQUOI ISRAËL (1972, V’10), TSAHAL (1994), LE DERNIER DESINJUSTES (2013, V’13).